Stunden vor seinem Rückzieher sagte Biden noch: „Ich werde die Wahl gewinnen!“
Ein Beitrag von
Joe Biden ist raus – der US-Präsident wird nicht erneut kandidieren und gegen Herausforderer Donald Trump antreten. Es ist ein historisches Ereignis, dass ein Kandidat so kurz vor einer US-Wahl aussteigt. Die Entscheidung scheint jedoch spontan entstanden zu sein und nur auf öffentlichen und externen Druck hin.
DENN: Nur wenige Stunden vor Bidens Rückzieher gaben sich beide – Biden selbst und seine Wunsch-Nachfolgerin Kamala Harris – noch kampfeslustig und siegessicher:
„Es ist ein Wunder, Leute. Donald hat ausnahmsweise mal die Wahrheit gesagt“, schrieb Biden zu einem Video von Donald Trump, in dem dieser in Richtung seiner Wähler gesagt hatte, dass die Wahl im November 2024 die wichtigste in der Geschichte der USA sei. Biden dazu: „Und ich werde sie gewinnen.“

19 Stunden vor seinem Rückzieher wollte Biden die Wahl noch gewinnen.
Keine 19 Stunden später gab Biden seinen Rückzug bekannt und schlug seine Vize-Präsidentin Kamala Harris als Kandidatin vor.
Bidens Rückzug scheint spontan gewesen zu sein
Auch Harris versuchte noch 21 Stunden vor Bidens Ausstieg als Kandidat die Gerüchte um Bidens Gesundheitszustand und seine Fähigkeit, das Amt des US-Präsidenten auszuüben, zu zerstreuen: „Als Vize-Präsidentin sehe ich Joe Biden, wenn die Kameras an und wenn sie aus sind – im Oval Office, im Situation Room und im Wahlkampf“, schrieb sie mit einem gemeinsamen Foto bei X.
Die Botschaft: Die Aussetzer, Versprecher und Stolperer, die um die Welt gingen, stehen nicht stellvertretend für den Joe Biden, den sie tagtäglich erlebt. Im Gegenteil, so Harris: „Joe Biden ist ein Anführer, der für das amerikanische Volk kämpft.“

Vize-Präsidentin Kamala Harris nennt Biden „Anführer“ - keine 24 Stunden später zieht er zurück.
Beide Einlassungen wirken nicht so, als wäre in der Nacht zum Sonntag bereits klar gewesen, dass Joe Biden als Kandidat zurückziehen würde.
Nur 3 (!) Stunden vor Bidens Rückzieher hatte der Co-Vorsitzende seiner Wahlkampagne, Cedric Richmond, bei CBS News noch vehement bekräftigt, dass Biden der Präsidentschaftskandidat der Demokraten sein würde: „Ich möchte mich klar ausdrücken. Er hat eine Entscheidung getroffen, und diese Entscheidung ist, die Nominierung anzunehmen und für die Wiederwahl zu kandidieren, die Wiederwahl zu gewinnen.“
Ein weiteres Indiz dafür, dass Bidens Rückzieher kurzfristig und weitestgehend unabgesprochen war, ist, dass selbst enge Biden-Berater der Demokraten im Weißen Haus erst via X vom Biden-Rückzieher erfahren haben wollen. „Wir erfahren es alle durch einen Tweet. Keiner von uns versteht, was passiert“, zitiert Politico einen Demokraten.
Biden vor zwei Wochen: „Nur Gott kann mich davon abhalten zu kandidieren“
Hinter den Kulissen muss viel Druck auf den US-Präsidenten ausgeübt worden sein, der nach dem katastrophalen Auftritt beim TV-Duell gegen Donald Trump Ende Juni immer mehr in die Kritik geraten war, aber an seiner Kandidatur trotz großer Widerstände auch aus der eigenen Partei festhalten wollte. Vor gut zwei Wochen hatte Biden noch gesagt, nur Gott könne ihn davon abhalten zu kandidieren: „Ich meine, wenn der allmächtige Gott herunterkäme und sagen würde: ‚Joe, steig aus dem Rennen aus‘, würde ich aus dem Rennen aussteigen“, so der 81-Jährige zu ABC News.
Dass Gott am Sonntag in Washington war, gilt als unwahrscheinlich.
Führende Demokraten und einflussreiche Spender dürften schlicht gemerkt haben, dass die Chancen auf einen Wahlsieg mit Joe Biden aussichtslos gewesen wären und haben Biden wohl dazu gedrängt, Platz für einen neuen Kandidaten zu machen.
Mehr NIUS: Biden kandidiert nicht mehr, aber kann er dann noch Präsident bleiben?
Mehr NIUS:
Die skurrilsten Beschlüsse des Linken-Parteitags
Regierungs-Kommission fordert die AfD-Rente – die große NIUS-Analyse zu den 33 Empfehlungen
Bericht: Das will die AfD an deutschen Schulen und Universitäten verändern
Erst „faschistische Politik“ unterstellen, dann Reue bekunden: Linken-Chef bittet CDU um Entschuldigung
„Den Garaus machen“: Linke-Fanatiker ruft auf Parteitag zu Mord an Kapitalisten auf
33 Empfehlungen im Wortlaut: Das sind die wahren Pläne der Renten-Kommission
Neues Heizungsgesetz: Deutsche Umwelthilfe kündigt Klimaklage vor Bundesverfassungsgericht an
Neuer Linken-Chef Pantisano: Es gibt keinen Unterschied zwischen der CDU und den Faschisten
Mehr NIUS:
Erst „faschistische Politik“ unterstellen, dann Reue bekunden: Linken-Chef bittet CDU um Entschuldigung
„Den Garaus machen“: Linke-Fanatiker ruft auf Parteitag zu Mord an Kapitalisten auf
33 Empfehlungen im Wortlaut: Das sind die wahren Pläne der Renten-Kommission
Neues Heizungsgesetz: Deutsche Umwelthilfe kündigt Klimaklage vor Bundesverfassungsgericht an
Neuer Linken-Chef Pantisano: Es gibt keinen Unterschied zwischen der CDU und den Faschisten
Climate-Trouble: „Sie steckten mich in einen fensterlosen Raum“ – wie ein kritischer Professor aus seiner Universität gemobbt wurde
Kretschmer kritisiert AfD-Strategie: „Das bloße Ausgrenzen bringt nichts“
Aus Angst vor einer AfD-Regierung: Innenminister planen neue deutsche Sicherheitsarchitektur
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare