Syriens Machthaber al-Scharaa in Berlin: „Syrien ist große Investitionschance im Tourismus“
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Syriens Machthaber Ahmed al-Scharaa erklärt im Gespräch mit Außenminister Johann Wadephul, dass die hier lebenden Syrer „über Investitionen Kompetenzen nach Syrien tragen können“. Und sieht Syrien als „große Investitionsschance im Bereich des Tourismus“. Wadephul erklärt: „Wir stehen an der Seite Syriens.“
Während eines „Roundtable“ im Außenministerium auf seinem Besuch in Berlin erklärt der syrische Machthaber al-Scharaa, dass man die „schwierige Zeit“ Syriens hinter sich lassen wolle. Und fügt hinzu: „Wir wollen nicht bei Null anfangen, so wie Deutschland angefangen hat.“
In Bezug auf Syrer in Deutschland erklärt er, in Deutschland lebe momentan „die größte syrische Diaspora in Europa“. 1,3 Millionen würden hier leben, so al-Scharaa. Diese hätten „hier viele Kapazitäten erworben“ und jetzt könnten „diese erworbenen Fähigkeiten der syrischen Flüchtlinge auch deutschen Firmen zum Nutzen gereichen“.
Al-Scharaa: „Syrer können Kompetenzen nach Syrien tragen“
Gleichzeitig wären es die Syrer, „die in deutschen Universitäten studiert haben, deutsche Expertise erworben haben und die nun in deutschen Unternehmen arbeiten“, die „über Investitionen in Syrien diese Kompetenzen nach Syrien tragen können“, so al-Scharaa weiter.

Al-Scharaa spricht mit Wadephul.
Wadephul: „Wir stehen an der Seite Syriens“
Wadephul erklärt: „Viele Syrerinnen und Syrer mussten unter dem Druck von Diktatur und Bürgerkrieg ihre Heimat verlassen.“ Über eine Million Menschen aus Syrien haben „bei uns Zuflucht“ gefunden. Für viele wäre Deutschland „mittlerweile zweite Heimat, neben ihrer ersten Heimat, die bleibt Syrien“.
Gegenüber al-Scharaa erklärt er: „Wir stehen an der Seite Syriens. Die Syrer verdienen eine Chance und wir möchten helfen, dass diese Chance gut genutzt wird.“ Bei der „wirtschaftlichen Entwicklung“ Syriens sehe er „auch eine starke Rolle Deutschlands“. „Mittel- und langfristig“ wären die „Chancen des Miteinanders, des wirtschaftlichen Austausches unserer beiden Länder enorm“. Auch als „strategisches Drehkreuz zwischen Europa, den Golfstaaten und dem Indo-Pazifik“ wäre Syrien wichtig.
Asaad Hassan al-Schibani, Minister für Auswärtige Angelegenheiten, weist auf die „Verbindung“ hin, die Syrer, „die gerade in Deutschland“ sind, „zwischen unseren Ländern“ herstellten. Diese „Hunderttausende“ Syrer „sprechen die Sprache, kennen die Gesetze und wissen genau, wie sie Beziehungen zwischen Deutschland und Syrien stärken können.“ Man habe „große Ambitionen“. Syrien solle „zu den Industriestaaten, zu den entwickelnden Staaten aufschließen“.
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