Thüringer Verfassungsschutzchef Kramer nennt AfD-Wähler „braunen Bodensatz“
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Der Chef des Thrüinger Verfassungsschutzes, Stephan Kramer, hat 20 Prozent der Wähler als „braunen Bodensatz der Bundesrepublik“ genannt. In einem Interview mit dem NDR benutzte er den Begriff im Bezug auf die Wählerschaft der AfD. „Wenn man jetzt sieht, daß 53 Prozent die AfD gewählt haben, dann ist dazwischen noch eine Marge, die man noch erreichen kann“, fügte er mit Bezug zur Landratswahl von Sonneberg hinzu.
Moment, hör ich das richtig, dass der Chef des thüringischen Verfassungsschutzes hier wortwörtlich sagt, dass jeder fünfte deutsche Wähler „brauner Bodensatz“ sei? Was ist das für eine Wortwahl, zumal in seinem Amt? Nur noch gruselig. pic.twitter.com/qVZRsLP5DG
— Jan A. Karon (@jannibal_) June 27, 2023
Außerdem führte Kramer aus, dass alle AfD-Parteimitglieder Rechtsextremisten seien. „Die Mitglieder der Partei wissen, wofür die Partei steht. Deshalb sind sie Mitglied, deshalb sind sie Rechtsextremisten.“ Die Wahl in Sonneberg bezeichnete der Verfassungsschutz-Präsident als „Klatsche mit Ansage“.
Kramer warnte zudem vor einem Zusammenschluß von den Unterstützern Sahra Wagenknecht (ehemals Linkspartei) und der AfD-Anhängerschaft. Dabei sei es „problematisch, daß viele Akteure im politischen Raum die Möglichkeit der Entstehung einer Querfront zwischen ganz links und ganz rechts immer wieder als absurdes Theater und böswillige Propaganda abtun“.
Der Thüringer Verfassungsschutzchef gilt seit langem als ausgemachte Gegner der AfD. Den Landesverband der Partei um die beiden Vorsitzenden Björn Höcke und Stefan Möller schätzt das Amt als „erwiesen rechtsextrem“ ein, womit auch eine Überwachung mit nachrichtendienstlichen Mitteln möglich ist. Höcke wies die Äußerungen Kramers unterdessen zurück. „Ein Beamter, der so eine Sprache pflegt, verletzt nicht nur das Mäßigungsgebot, sondern entmenschlicht“, so Höcke.
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