Totaler Realitätsverlust: Scholz spricht ernsthaft von seiner „erfolgreichen Wiederwahl“
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Sorge um Olaf Scholz (SPD): Im ARD-Interview offenbarte der Kanzler völligen Realitätsverlust!
Die Spitzen der Ampel-Regierung verkündeten am Mittwochmittag ihren Durchbruch beim Haushaltsstreit. Und während das Volk von Woche zu Woche unzufriedener ist mit der politischen Führung des Landes, blickt Scholz sehr optimistisch nach vorne.
In der ARD-Sondersendung „Farbe bekennen“ am Mittwochabend gab Scholz zu, man müsse nicht drumherum reden, dass die Bürger gerade in schweren Zeiten schnelle Lösungen verlangen würden. Das sei jedoch „in einer Demokratie keine Sache, die man verordnen kann“.
Und dann folgt eine Scholz-Selbsteinschätzung über seine Ampel-Regierung, mit der er wohl sehr einsam ist im Land: „Wir haben so viele Dinge zustande gebracht, dass das die Basis dafür sein kann, dass man in den nächsten zwei Jahren erreicht, dass dann auch angesichts der Ergebnisse die Zustimmung für die ganze Regierung, die sie tragenden Parteien – auch für meine und auch für den Kanzler – gut genug ist, um sich erfolgreich an die Wiederwahl zu machen.“
Scholz spricht ernsthaft von seiner „erfolgreichen Wiederwahl“! Hier ist die Szene:
Bemerkenswert: Zu Beginn des Interviews wird Scholz gefragt, ob heute der Tag sei, um sich bei den Deutschen für die vergangenen Wochen der Verunsicherung zu entschuldigen. Scholz beantwortet die Frage mit einer typischen Scholz-Antwort und erklärt, warum er gehandelt hat, wie er gehandelt hat - um Entschuldigung bittet er nicht.
Zur Erinnerung: Seine SPD als Partei und er als Kanzler fahren einen Negativ-Rekord nach dem anderen ein, er ist nicht weniger als der unbeliebteste Kanzler aller Zeiten. Laut ARD-Deutschlandtrend sind nur 20 Prozent der Deutschen mit der Arbeit des Kanzlers zufrieden. Das sind 8 Prozentpunkte weniger als im Vormonat und der geringste Kanzlerwert seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 1997. Unfassbare 78 Prozent sind unzufrieden mit Scholz.
Zwei von drei Deutschen (68 Prozent) sagen, dass Scholz dem Amt des Kanzlers nicht gewachsen ist. 71 Prozent glauben nicht, dass er das Land gut durch die Krise führen kann. Und desaströse 84 Prozent sagen, der Kanzler kommuniziere nicht überzeugend.
Wäre am Sonntag Bundestagswahl, käme die Kanzlerpartei laut dem ARD-Deutschlandtrend nur noch auf 14 Prozent. Vorne liegt die Union mit 32 Prozent, gefolgt von AfD (21 Prozent) und Grünen (15 Prozent). Die dritte Ampel-Partei FDP würde mit 4 Prozent aus dem Bundestag fliegen.
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Philippe Fischer
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