Trotz Grenzkontrollen: Zahl der Asylanträge auf Rekordhoch!
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Seit dem 16. Oktober kontrolliert die Bundespolizei an den Grenzen zu Polen, Tschechechien und der Schweiz, um die Zahl der illegalen Einreisen zu reduzieren. Innenministerin Nancy Faeser (SPD) feiert die Maßnahme als Erfolg, weil seither allein an der Grenze zu Polen 3300 unerlaubte Einreisen festgestellt und 1100 unerlaubte Einreisen verhindert worden. „Das heißt, diese Maßnahmen wirken und sie sollen auch aktuell fortgesetzt werden“, heißt es aus dem Ministerium.
Problem nur: In der Zahl der in Deutschland gestellten Asylanträge spiegelt sich dieser Erfolg nicht wider, wie neue Zahlen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zeigen. Im November wurden insgesamt 35.316 Erstanträge gestellt – das sind deutlich mehr als in den Vormonaten und so viele wie noch in keinem Monat in diesem Jahr. Im Oktober waren es noch 31.887 Anträge, im September 27.889. Insgesamt wurden im Jahr 2023 bisher 304.581 Asylanträge gestellt. 80 Prozent der Anträge von Erwachsenen wurden von Männern gestellt, jeder dritte kam von einem syrischen Staatsangehörigen.
Zum Vergleich: 2022 gab es von Januar bis November insgesamt 189.998 Erstanträge – die Zahl der Anträge ist damit um 60,3 Prozent gestiegen.
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