Trotz Unstimmigkeiten in der Union: Hendrik Wüst offen für Koalition mit den Grünen
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Die Debatte um eine mögliche Koalition zwischen CDU und Grünen auf Bundesebene hat neue Impulse erhalten, nachdem Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst seine Unterstützung für ein solches Bündnis zum Ausdruck brachte.
Im Gegensatz zu Markus Söder, dem bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chef, der eine klare Absage an die Grünen erteilte, sieht Wüst in der Zusammenarbeit mit den Grünen vielversprechendes Potenzial und verweist auf bereits bestehende schwarz-grüne Koalitionen in mehreren Bundesländern. „Schwarz-Grün hat viel Potenzial“, sagte Wüst am Donnerstag in Düsseldorf.
Wüst, der seit 2022 eine schwarz-grüne Regierung in Nordrhein-Westfalen führt, betonte die Notwendigkeit, über politische Lager hinweg Brücken zu bauen, um dem Rechtsextremismus und der Polarisierung der Gesellschaft entgegenzuwirken.

Friedrich Merz, Markus Söder und Hendrik Wüst
„Das kann auch eine Option für den Bund sein“, sagte Wüst. „Wer heute noch Debatten darüber führt, ob das grundsätzlich geht und im Bereich des Vorstellbaren liegt, der führt nach meiner festen Überzeugung Debatten aus den 90er Jahren, gerade in diesen Zeiten“, fügte er hinzu.
Wüst hob hervor, dass die Fähigkeit zum Dialog über die Grenzen von Regierung und Opposition hinweg von entscheidender Bedeutung sei, sowohl in Düsseldorf als auch in Berlin, obwohl dies mit Herausforderungen verbunden sei. Während Söder die Grünen als nicht regierungsfähig bezeichnete, argumentierte Wüst, dass Söder „sich gar nicht vorstellen kann, wie gut das ist, mit einem verlässlichen Partner zu arbeiten“.
CDU-Chef Merz signalisierte ebenfalls Offenheit für eine Koalition mit den Grünen während des politischen Aschermittwochs der CDU Thüringen: „Wir werden einen Teufel tun, uns alle Optionen zu verschließen und damit jeden Handlungsspielraum zu nehmen“, sagte er und ergänzte: „Wir müssen bei der nächsten Bundestagswahl so stark werden, dass ohne uns, gegen uns nicht regiert werden kann.“ Die FDP sei ihm am liebsten. Wenn die FDP nicht dabei sei, dann blieben noch die SPD und die Grünen, erklärte er unter lauten Buhrufen vor den Mitgliedern des Thüringer Landesverbands.
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