Fast 2,8 Millionen Überstunden: Die Bundespolizei ist dauerhaft überlastet
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Bundespolizisten haben so viele Überstunden angesammelt wie nie zuvor. Insbesondere seit dem Grenzbefehl von Alexander Dobrindt (CSU) steigt die Mehrarbeit weiter rasant.
Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage des AfD-Politikers Sebastian Münzenmaier hervor, die NIUS exklusiv vorliegt. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende seiner Partei wollte wissen, wie sich das Überstundenaufkommen bei der Bundespolizei in den vergangenen Jahren zu bestimmten Stichtagen entwickelt hat.
Schon im April 2023 hatten Bundespolizisten demnach rund 1,8 Millionen Überstunden angesammelt. Die Zahl stieg auf fast zwei Millionen Überstunden im April 2024. Ein Jahr später waren es sogar schon 2,4 Millionen Überstunden. Wenige Tage später, am 7. Mai, erteilte Alexander Dobrindt (CSU) seinen Grenzbefehl. Seitdem kam abermals Mehrarbeit hinzu – und das nicht zu knapp. Am 31. Mai 2025 sammelten Bundespolizisten fast 2,8 Millionen Überstunden an.

Zur Erklärung schreibt die Bundesregierung: „Die dargestellten Überstunden ergeben sich aus den fortgeschriebenen Salden aller Arbeitszeitkonten zum genannten Stichtag. Sie beinhalten also sowohl, in der Zwischenzeit angefallene als auch abgebaute Überstunden.“ Zudem weist das Innenministerium darauf hin, dass die Auswertung erst seit Jahresbeginn 2025 die Überstunden der gesamten Bundespolizei abbildet. „Die Flughafendienststellen Flughafen Frankfurt/Main und München, die vorher in einem anderen Zeiterfassungssystem eingebunden waren, sind nun auch in der Auswertung enthalten.“
„Die Grenzkontrollen sind richtig und notwendig“
Die Zahlen heizen die Debatte um die Sinnhaftigkeit der Grenzkontrollen weiter an. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hatte im Mai erklärt, die verschärften Kontrollen seien nur noch einige Wochen durchzuhalten. Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der DPolG, widersprach wenig später in der Welt. „Diese Aussage, dass das nur noch wenige Wochen durchzuhalten sei, ist absolut hanebüchen – absoluter Unfug.“ Ein Zusammenbruch der Grenzkontrollen gab es tatsächlich nicht. Doch die Mehrarbeit für die einzelnen Polizisten sind mit den Zahlen der Bundesregierung zumindest nicht zu leugnen.

Seit dem Grenzbefehl von Alexander Dobrindt leistet die Polizei weitere Mehrarbeit.
„Die Grenzkontrollen sind richtig und notwendig, aber es droht die Überforderung der Bundespolizei“, meint auch AfD-Politik Münzenmaier im Gespräch mit NIUS. „Deswegen müssen wir die grüne Grenze anders schützen, zum Beispiel mit Zäunen. Vor allem aber müssen wir dafür sorgen, dass sich weniger Migranten nach Deutschland aufmachen“, so Münzenmaier. „Dafür muss unbedingt der Sozialmagnet abgedreht werden. Nur noch Bett, Brot, Seife für anerkannte Asylbewerber und kein Bürgergeld mehr für Ausländer. Und wer nicht aufenthaltsberechtigt ist, muss sofort abgeschoben werden. Es darf sich nicht mehr lohnen, sich auf den Weg nach Deutschland zu machen. Wenn die Einwanderung in den Sozialstaat versperrt ist, wird auch der Zustrom an den Grenzen enden. Und dann brauchen wir weit weniger Kontrollen.“
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