Und plötzlich blickt ganz Europa auf diesen linken Attentäter
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Ein Dichter schießt den slowakischen Regierungschef mit mehreren Schüssen aus nächster Nähe nieder und verletzt ihn lebensgefährlich, die Ärzte kämpfen in einer Not-OP stundenlang um sein Leben und konnten ihn retten.
Europa steht nach dem Attentat auf Robert Fico unter Schock – und blickt plötzlich auf einen politisch links-motivierten Attentäter!
Das Motiv von Jurai C. (71) war laut eigener Aussage nämlich, die Auflösung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Slowakei verhindern zu wollen. In einem Video, das der slowakische Fernsehsender TA3 ausgestrahlt hatte, sagte der mutmaßliche Schütze: „Ich stimme der Regierungspolitik nicht zu.“ Konkret kritisierte er die geplante Medien-Reform: „Die Massenmedien sind liquidiert, weil die RTVS (Anm. d. Redaktion: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Slowakei) angegriffen wurde, weil die Massenmedien aus ihrer Funktion geflüchtet sind.“

Der mutmaßliche Schütze Jurai C.
Regierungschef Fico hatte mit seiner Dreier-Koalition Ende April den Plan beschlossen, die in seinen Augen politisch voreingenommene Sendeanstalt RTVS aufzulösen und durch eine neue zu ersetzen. Gegen das Vorhaben, dem das Parlament noch zustimmen muss, gab es zuletzt Demonstrationen.
Weil Fico die Öffentlich-Rechtlichen „angegriffen“ habe, sollte er nun offenbar sterben.
Linker schießt Alt-Linken nieder
Robert Fico gilt als Linksnationalist – also als linker Politiker, der sozialistische Verteilungs- und linke Wirtschaftspolitik mit einer restriktiven Migrationspolitik, klarer Interessensvertretung für das eigene Land und einer Ablehnung der „neu-linken“ Wokeness-Bewegung verknüpft. In Deutschland könnte das neu gegründete „Bündnis Sahra Wagenknecht“ eine ähnliche Rolle einnehmen.
Der mutmaßliche Attentäter Jurai C. ist ein klassisch Linker: ein Hobby-Dichter, der mehrere Gedicht-Bände veröffentlicht hat und zudem einen linken Literatur-Club leitet. Außerdem ist C. Anhänger der linksliberalen Partei „Progressive Slowakei“.

Der mutmaßliche Schütze nach der Festnahme auf dem Boden
Das slowakische News-Portal Aktuality.sk hatte mit dem Sohn des mutmaßlichen Schützen gesprochen, ihn gefragt, ob sein Vater einen Hass auf Fico verspürt habe: „Lassen Sie es mich so ausdrücken – er hat ihn nicht gewählt. Das ist alles, was ich dazu sagen kann.“ Und weiter: „Vielleicht hatte er einen Kurzschluss, ich weiß es nicht. Er ist eher impulsiv, aber dass er sich mit einem Psychiater oder Ähnlichem befassen würde, nein“
Aktuelle Stunde zu Gewalt im Bundestag
Im Deutschen Bundestag ist am Donnerstag eine aktuelle Stunde mit dem Thema „Bedrohung unserer Demokratie – Gewalt gegen Ehrenamt, Politik und Einsatzkräfte“ von den Ampel-Fraktionen angesetzt worden. Dort wird das Attentat auf Fico auch Thema sein. Zahlreiche Politiker bis hin zum Bundeskanzler hatten bereits reagiert und ihre Betroffenheit zum Ausdruck gebracht.
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