Und sie glaubt auch noch wirklich dran … Baerbocks Greenpeace-Beamtin will China aus der Kohle zwingen
Ein Beitrag von
Sie hat es von der obersten Greenpeace-Aktivistin zu Deutschlands Klima-Außenministerin geschafft: Jennifer Morgan ist die Klima-Sonderbeauftragte der Bundesregierung, Baerbocks Greenpeace-Pudel sozusagen. Sie ist Chef-Verhandlerin Deutschlands bei der Weltklimakonferenz in den Vereinigten Arabischen Emiraten (COP28).
Morgan hat sich für das Mega-Treffen von 80.000 Staatsvertretern aus aller Welt extra Worte einfallen lassen wie „Wendepunkt“ und „positiver Kipppunkt“, hin zu mehr Klimaschutz, damit die Reise in die ölreichen Emirate nicht aussichtslos wirkt. Denn Morgan glaubt an große Einigungen bei der COP28, dass sich die Welt auf fixe Ausstiegstermine für Kohle, Öl und Gas einigt: „In den nächsten sieben Jahren müssen wir die Emissionen gegenüber heute halbieren, um auf dem 1,5-Grad-Pfad zu bleiben“, gab sie dem Spiegel als Ziel an.
Lesen Sie auch: Weltklimakonferenz in Dubai: das größte Privatjet-Treffen der Welt

Jennifer Morgan, Baerbocks Klima-Pudel
„Ist es eine Herausforderung? Absolut“
Dafür wäre nicht weniger nötig, als die Verdreifachung der weltweiten erneuerbaren Energien 2030, eine Verdopplung der Energieeffizienz und der Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas. Absurd hohe Ziele, wenn man bedenkt, dass man selbst beim Ausbau von Windenergie weit hinter den eigenen Ansprächen zurückbleibt und FDP-Chef Christian Lindner den Kohleausstieg 2030 nach hinten verschieben will.
Morgan glaubt trotzdem daran: „Ist es schwierig? Absolut. Ist es eine Herausforderung? Absolut. Aber es ist eine Illusion zu denken, dass wir das nicht machen können“, sagte sie im Gespräch mit dem Deutschlandfunk.
Was Baerbocks Klima-Beauftragte nicht zu erkennen scheint: Die größten CO2-Verbraucher dieser Erde – China, die USA, Indien oder auch die Gastgeber der Klimakonferenz – denken nicht einmal daran, in den kommenden Jahren aus fossilen Energieträgern auzusteigen. Zum einen, weil ein Ausstieg massive Wohlstandsverluste oder verloren gegangene Wohlstandgewinne bedeuten würden, zum anderen, weil sie von der eigenen Öl- und Gas-Förderung profitieren.
Zur Einordnung: Während China pro Woche (!) zwei neue Kohlekraftwerke genehmigt, um dem explodierenden Energiehunger Herr zu werden, haben die USA die Förderung von Fracking-Gas allein seit 2015, seit das Pariser Klimaabkommen unterzeichnet wurde, um ein Drittel auf knapp 1 Milliarde Kubikmeter erhöht.
Doch Morgan hat genug Gottvertrauen, auch den USA das Gas und China die Kohle ausreden zu wollen: Ihr sei klar, dass einige Länder eine Blockadehaltung hätten, „aber wir haben auf der Uno-Klimakonferenz nun zwei Wochen Zeit, das zu ändern“.

Sultan al-Dschaber (l), Vorsitzender der UN-Klimakonferenz, nimmt an der Eröffnungssitzung teil – er ist gleichzeitig Chef des staatlichen Öl-Konzerns.
Klimaschutz ist ein großes Geschäft
Sie kauft selbst Sultan al-Dschaber, der gleichzeitig Vorsitzender der UN-Klimakonferenz und Chef des staatlichen Öl-Konzerns der Emirate ist, ab, dass es ihm um Klimaschutz geht: „Er muss wachsam sein, er muss zeigen, dass er den kleinen Inselstaaten zuhören kann, er muss zeigen, dass er auch den Aktivistinnen zuhört. Wenn er das nicht tut, dann wird seine Glaubwürdigkeit natürlich runtergehen“, sagte Morgan im ZDF-Interview.
Sultan Ahmed al-Dschaber geht es im Übrigen so sehr um seine „Glaubwürdigkeit“, dass er die Weltklimakonferenz auch benutzen will, um neben all den öffentlichen Klima-Runden mit 15 Ländern über Geschäfte rund um fossile Brennstoffe zu sprechen. Das berichtet die britische BBC und beruft sich dabei auf enthüllte Briefing-Dokumente.
Auch mit Vertretern aus Deutschland soll das staatliche Ölunternehmen „Adnoc“ in Kontakt treten. Mit China etwa solle evaluiert werden, wie Flüssiggas-Projekte in Mosambik, Kanada und Australien umgesetzt werden könnten.
Doch bisher, so der Eindruck von Jennifer Morgen, „sind hier alle dabei, die Lösungen zu suchen ...“
Mehr NIUS:
Die skurrilsten Beschlüsse des Linken-Parteitags
Regierungs-Kommission fordert die AfD-Rente – die große NIUS-Analyse zu den 33 Empfehlungen
Bericht: Das will die AfD an deutschen Schulen und Universitäten verändern
Erst „faschistische Politik“ unterstellen, dann Reue bekunden: Linken-Chef bittet CDU um Entschuldigung
„Den Garaus machen“: Linke-Fanatiker ruft auf Parteitag zu Mord an Kapitalisten auf
33 Empfehlungen im Wortlaut: Das sind die wahren Pläne der Renten-Kommission
Neues Heizungsgesetz: Deutsche Umwelthilfe kündigt Klimaklage vor Bundesverfassungsgericht an
Neuer Linken-Chef Pantisano: Es gibt keinen Unterschied zwischen der CDU und den Faschisten
Mehr NIUS:
Erst „faschistische Politik“ unterstellen, dann Reue bekunden: Linken-Chef bittet CDU um Entschuldigung
„Den Garaus machen“: Linke-Fanatiker ruft auf Parteitag zu Mord an Kapitalisten auf
33 Empfehlungen im Wortlaut: Das sind die wahren Pläne der Renten-Kommission
Neues Heizungsgesetz: Deutsche Umwelthilfe kündigt Klimaklage vor Bundesverfassungsgericht an
Neuer Linken-Chef Pantisano: Es gibt keinen Unterschied zwischen der CDU und den Faschisten
Climate-Trouble: „Sie steckten mich in einen fensterlosen Raum“ – wie ein kritischer Professor aus seiner Universität gemobbt wurde
Kretschmer kritisiert AfD-Strategie: „Das bloße Ausgrenzen bringt nichts“
Aus Angst vor einer AfD-Regierung: Innenminister planen neue deutsche Sicherheitsarchitektur
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare