Uni Bayreuth stellt Plagiatsverfahren gegen AfD-Chefin Weidel ein: „Kein wissenschaftliches Fehlverhalten“
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Die Universität Bayreuth hat die Plagiatsprüfung gegen AfD-Chefin Alice Weidel eingestellt und leitet kein Hauptverfahren ein. Demnach konnte kein vorsätzliches Fehlverhalten festgestellt werden, gab die Prüfungskommission bekannt. Zwar seien vereinzelte Zitierfehler gefunden worden, doch dies reiche nicht aus, um ein schuldhaftes Verhalten festzustellen.
Die Passagen seien „nach Zahl und Umfang gering“ und würden „die Darstellung des allgemeinen volkswirtschaftlichen Wissenstandes bzw. Faktenbeschreibungen“ betreffen. „Es handelt sich um eine einstellige Zahl von Passagen, in denen Lehrbuchwissen wiedergegeben wird“, schreibt die Kommission. Ein systematisches Vorgehen könne nicht erkannt werden.
Im Gespräch mit NIUS sieht sich die AfD-Chefin bestätigt: „Ich freue mich, dass die Universität Bayreuth in dieser Angelegenheit sehr schnell und besonnen gehandelt hat und bedanke mich bei allen beteiligten Personen für die gründliche Prüfung.“ Sie habe zu keinem Zeitpunkt Zweifel gehabt, dass „die konstruierten Plagiats-Vorwürfe wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen werden“, so Weidel. „Die politische Instrumentalisierung der haltlosen Anwürfe ist krachend gescheitert.“
Zwei anonyme Gutachter erhoben die Vorwürfe
Die Kommissionmitglieder votierten einstimmig gegen die Einleitung eines Hauptverfahrens. Die „Kommission für wissenschaftliche Integrität“ tagte insgesamt drei Mal und gab der AfD-Chefin auch Gelegenheit eine Stellungnahme abzugeben.
Zwei anonyme Gutachter hatten die Vorwürfe gegenüber Alice Weidel in der Süddeutschen Zeitung erhoben. Die 44-jährige Parteivorsitzende sprach anschließend von einer politischen Kampagne. Ihre Arbeit „dürfte schon von dutzenden Plagiatsprüfern ebenso detailreich und aufmerksam wie ergebnislos geprüft worden sein“, erklärte Weidel zur Berichterstattung der SZ. „Die politische Motivation ist offensichtlich.“
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