US-Regierung stoppt neue LNG-Exporte: Woher bekommt Deutschland jetzt Flüssigerdgas?
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Die US-Regierung hat angekündigt, ausstehende Genehmigungen für den Export von Flüssiggas (LNG) auf Eis zu legen. Es solle untersucht werden, wie sich Exporte auf Energiekosten, die Energiesicherheit der USA und auf die Umwelt auswirken, hieß es in einer Mitteilung des Weißen Hauses am Freitag.
Die Pause für Exportprojekte gilt für alle Länder, mit denen die USA kein Freihandelsabkommen haben. Die Staaten der Europäischen Union gehören dazu. Das Weiße Haus betonte jedoch, die Verbündeten der USA würden weiterhin über die bestehende Infrastruktur beliefert.
Mit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und den darauf folgenden Sanktionen gegen Russland waren die USA auch für die Versorgung Deutschlands mit Flüssigerdgas enorm wichtig geworden. 2023 waren die USA erstmals der weltweit größte Exporteur von LNG.

Wirtschaftsminister Robert Habeck auf der Pressekonferenz im Hafen Mukran auf der Insel Rügen, wo ein Terminal für Flüssigerdgas (LNG) entstehen soll Habeck treibt LNG-Terminals in Deutschland voran.
Zwischen dem 1. Januar 2023 und dem 25. Januar 2024 bezog Deutschland nach Angaben des Energiewirtschaftsverbands (BDEW) den weitaus größten Teil seines LNG (83 Prozent) aus den USA. Dort wird das Gas häufig mit der umstrittenen Fracking-Methode gewonnen. Die Herkunft der einzelnen Tanker und die Zusammensetzung des transportierten LNG sind laut BDEW aber nicht immer eindeutig bestimmbar.

Nicht alle Bürger sind mit den Plänen von Habeck, auf der Insel ein LNG-Terminal entstehen zu lassen, einverstanden.
Insgesamt wickelt Deutschland seine Gasimporte aber bislang nur zu einem kleinen Teil über die LNG-Infrastruktur ab. Nach Daten der Bundesnetzagentur lag der LNG-Anteil bei Deutschlands Gasimporten im Dezember bei sieben Prozent. Die wichtigste Erdgaslieferanten waren im vergangenen Jahr Norwegen, die Niederlande und Belgien.
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