Vergeltung für Tod von Hamas-Führer: Iran ordnet Angriff auf Israel an
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Laut einem Bericht der New York Times (NYT) hat Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei als Vergeltung für den Tod eines hochrangigen Chefs der Hamas-Brigaden einen direkten Angriff auf Israel befohlen. Der Nahe Osten könnte endgültig außer Kontrolle geraten.
Die NYT beruft sich in ihrem Bericht auf drei iranische Beamte, darunter zwei Mitglieder der Islamistischen Revolutionsgarde. Chamenei habe die Anordnung im Obersten Nationalen Sicherheitsrat des Irans erteilt. Eine Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.
Haniyeh war zu Besuch im Iran
Der Iran beschuldigt Israel, den Hamas-Auslandschef Ismail Haniyeh getötet zu haben. Haniyeh befand sich zu Besuch in der iranischen Hauptstadt Teheran, um an der Vereidigung des neuen iranischen Präsidenten Massud Peseschkian teilzunehmen. Israel, das sich gegen die Hamas im Gazastreifen im Krieg befindet, hat die Tötung von Haniyeh weder bestätigt noch dementiert.
Laut der libanesischen Journalistin Elia Manier soll der israelische Geheimdienst eine Schadsoftware über eine Whatsapp-Nachricht auf dem Mobiltelefon des Hamas-Chefs installiert haben. So hätte seine Position per Drohne genau lokalisiert werden können.

Der palästinensische Hamas-Chef Ismail Haniyeh (l) begrüßt den iranischen Obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei in Teheran. Haniyeh ist bei einem israelischen Angriff in Teheran getötet worden.
Chamenei droht mit „harter Bestrafung“ Israels
Ajatollah Chamenei hatte bereits auf seiner Internet-Seite mit Vergeltung für die Tötung gedroht: „Das kriminelle zionistische Regime (Israel) hat unseren Gast in unserem Haus ermordet. Es wird eine harte Bestrafung geben“, wurde er zitiert. Für den Iran ist der tödliche Angriff auf den Staatsgast eine schwere Demütigung seines Sicherheitsapparates. Peseschkian wurde am Dienstag vereidigt, Vertreter aus über 80 Staaten waren angereist.
Unterdessen hat US-Außenminister Antony Blinken einen Tag nach der Ermordung des politischen Führers der Hamas alle Parteien im Nahen Osten aufgefordert, keine „eskalierenden Maßnahmen“ zu ergreifen. „Der Weg, den die Region derzeit einschlägt, führt zu mehr Konflikten, mehr Gewalt, mehr Leid und mehr Unsicherheit. Es ist wichtig, dass wir diesen Kreislauf durchbrechen. Und das beginnt mit einem Waffenstillstand“, sagte Blinken. „Um das zu erreichen, müssen alle Parteien aufhören, eskalierende Maßnahmen zu ergreifen.“
Bereits vor gut drei Monaten hatte Iran seinen Erzfeind Israel mit 300 Raketen und Drohnen angegriffen. Allerdings war dies angekündigt, fast alle Flugkörper konnten von der israelischen Luftabwehr abgefangen und zerstört werden. Es war dies ein Vergeltungsschlag, nachdem von Israel zwei Generäle im iranischen Botschaftsgebäude in Damaskus getötet worden waren.
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