„Verschwörung gegen die USA“: Anklage gegen Ex-US-Präsident Donald Trump erhoben
Sonderermittler Jack Smith gab die für einen ehemaligen Präsidenten beispiellose Anklage am Dienstagabend (Ortszeit) bekannt. Er sagte, Trump werde beschuldigt, eine Verschwörung gestartet zu haben, um die Vereinigten Staaten zu betrügen, Wählern ihr Wahlrecht zu entziehen und ein offizielles Verfahren zu behindern.

Jack Smith, Sonderstaatsanwalt, spricht in einem Büro des Justizministeriums zu den Medien über die Anklage gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump.
Es ist die zweite Anklage auf Bundesebene gegen den 77-Jährigen und die insgesamt dritte Anklage gegen den Ex-Präsidenten wegen einer Straftat. In der neuen Anklage geht es erstmals um mutmaßliche Straftaten während seiner Amtszeit im Weißen Haus.
Bis heute hat Trump öffentlich nicht eingestanden, dass er die Präsidentschaftswahl 2020 knapp gegen Joe Biden verloren hat. Seitdem verbreitet er die falsche Behauptung, er sei durch massiven Wahlbetrug um einen Sieg gebracht worden. Anhänger Trumps nahmen laut Anklage Trumps Behauptung der „gestohlenen Wahl“ am 6. Januar 2021 zum Anlass, das Kapitol, den Sitz des US-Kongresses gewaltsam zu stürmen – dort sollte zu der Zeit Bidens Wahlsieg formal bestätigt werden. Fünf Menschen starben im Zuge der Krawalle.

Anhänger des damaligen US-Präsidenten Trump stürmen das US-Kapitolgebäude, wo die Abgeordneten den Sieg des gewählten Präsidenten Biden bei der Wahl im November bestätigen sollten.
Trump wird vorgeworfen, am Morgen es 6. Januar in einer Rede seine Anhänger erneut gegen das Wahl-Ergebnis aufgestachelt zu haben, was zum Sturm auf das Kapitol geführt haben soll – einen konkreten Aufruf Trumps , das Kapitol zu stürmen, gab es aber nie.
Trump sieht Anklage als Feldzug gegen seine Wiederwahl
Trump will bei der Präsidentenwahl im kommenden Jahr erneut für die Republikaner antreten. Bislang liegt Trump Umfragen zufolge im Feld der republikanischen Präsidentschaftsbewerber mit großem Abstand vorne. Er streitet alle Vorwürfe ab und wertet jedes juristische Vorgehen gegen ihn als Versuch seiner Gegner, ihn von einem Wiedereinzug ins Weiße Haus abzuhalten.
Trumps Wahlkampfteam wetterte, die neue Anklage sei ein weiterer Versuch der Regierung von Präsident Joe Biden, in die Präsidentenwahl 2024 einzugreifen. Dies erinnere an das Vorgehen in Nazi-Deutschland und in anderen autoritären Regimen. Trump habe stets das Gesetz befolgt.
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