Vetternwirtschaft: So will sich Habeck aus der Graichen-Affäre mogeln
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- Die Besetzung des Geschäftsführerpostens der Deutsche Energie-Agentur (DENA) mit dem Trauzeugen des Staatssekretärs von Habeck sorgt für heftige Kritik.
- Nun soll der DENA-Chefposten neu ausgeschrieben werden, um den Vettern-Skandal rund um Habecks Staatssekretär Graichen zu entschärfen.
- Alle andere Skandal-Verflechtung von Graichen will man damit offenbar wegbügeln.
Die Grünen wollen Habecks Skandale im Wirtschaftsministerium offenbar schnell vergessen machen, indem DENA-Geschäftsführer Michael Schäfer abgesägt wird. Dessen Besetzung war unter heftige Kritik geraten, als bekannt wurde, dass er Trauzeuge von Patrick Graichen – Energie-Staatssekretär von Wirtschaftsminister Habeck – ist. Graichen war Mitglied der Findungskommission zur Neubesetzung der Geschäftsführung der Deutsche Energie-Agentur.
Dass die Verflechtungen problematisch sind, gestand Habeck bereits ein: „Da ist ein Fehler passiert. Da beißt die Maus keinen Faden ab“, sagte der Minister bei einer Veranstaltung des RND vergangene Woche. Damals äußerte er schon die Ansicht, dass das Besetzungsverfahren zumindest in Teilen wiederholt werden muss. Am Freitag bedauerte auch Graichen sein Vorgehen und bezeichnete es ebenfalls als Fehler.
Nun soll der DENA-Chefposten komplett neu ausgeschrieben werden. Nach NIUS-Informationen planen Habeck und Co. damit diese Personalie zum Bauernopfer für den gesamten Vettern-Skandal rund um Habecks Staatssekretär Graichen zu machen. Alle anderen Skandal-Verflechtungen von Graichen will man damit wohl als unproblematische Banalität wegbügeln. Ob das funktioniert, ist fraglich.

Bemerkenswert: Bei der gestrigen Kabinettssitzung fehlte nicht nur Habeck, sondern jede Vertretung seines Ministeriums. Keiner seiner (zum Teil in den Skandal verwickelten) Staatssekretäre saß am Kabinettstisch. Das Hause Habeck ist auf Tauchgang.
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