„Vogelschiss“-Entgleisung von Karl Lauterbach: SPD Minister missbraucht Auschwitzgedenktag für Wahlkampf gegen Merz
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Karl Lauterbach missbraucht und instrumentalisiert das wohl größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte, den Holocaust, für seinen Wahlkampf gegen die CDU: „Heute, am Tag 80 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz, führen wir die Vogelschiss Debatte und Friedrich Merz hofiert AfD“, schrieb Lauterbach bei X.
Merz würde sich zur Not von „Nazis unterstützen“ lassen, er sei „moralisch bankrott“, schimpfte Lauterbach weiter. Dabei hat Lauterbach mit dem Beitrag, der Instrumentalisierung des Auschwitzgedenktages, selbst gezeigt, wo seine moralischen Standards liegen. Und dafür bekam er heftige Kritik.

Der Post, den Lauterbach inzwischen gelöscht hat.
Lauterbachs Beitrag soll ein Angriff auf Merz’ Ankündigung sein, in dieser Woche Anträge und ein Gesetz für eine Wende der Migrationspolitik in den Bundestag einzubringen und dafür auch eine Mehrheit mit Stimmen der AfD in Kauf zu nehmen, wenn SPD und Grüne sich verweigerten.
Auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte den Auschwitzgedenktag mit der Debatte um die Vorschläge von Merz und der CDU zusammengerührt – nicht in der Schärfe wie Lauterbach, eher beiläufig. Bei Bericht aus Berlin in der ARD, betonte Scholz, dass Deutschland „vor dem Beginn der Woche, die jetzt kommt, sehr ausdrücklich“ der Befreiung von Auschwitz gedenke. Wörtlich sagte Scholz: „Wir erinnern uns an Auschwitz, die Befreiung des Konzentrationslagers. Und wegen des Faschismus, wegen der Nazis steht in unserem Grundgesetz das Grundrecht auf Asyl, aber das ist meine Haltung.“
Lauterbach hat seinen Beitrag in Folge heftiger Kritik gelöscht und sich bei Merz entschuldigt.
„Eine völlig inakzeptable, unerträgliche Entgleisung“
Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) spricht von einer „völlig inakzeptablen, unerträglichen Entgleisung“ und rät der SPD, besser nicht mehr von einem fairen Wahlkampf zu sprechen, wenn niemand ein Machtwort gegen Lauterbach spreche.
CDU-Politiker Christoph de Vries nennt Lauterbachs Beitrag „beschämend“ und „eine schlimme Entgleisung gegenüber Friedrich Merz, aber vor allem gegenüber Millionen ermordeten Juden und ihren Nachfahren“.
Der Polizei-Gewerkschafter Manuel Ostermann forderte Lauterbach dazu auf, sich „in Grund und Boden zu schämen“.
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