Während Scholz in Dubai das Klima retten wollte, fuhr Deutschland die Kohlekraftwerke hoch
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Während Deutschland mit 250 Vertretern bei der Weltklimakonferenz in Dubai vor Ort ist und anderen Staaten erklären will, wie sie ihr Land mit welcher Energie zu betreiben haben, wurden hierzulande die Gas- und Kohlekraftwerke gewaltig hochgefahren.
Nicht als Provokation oder aus böser Absicht – es wehte schlicht kaum Wind!
Deutschland erlebt seit Tagen eine sogenannte Dunkelflaute – also eine Zeit, in der jahreszeitlich und wetterbedingt kaum Wind weht, die Sonne nicht scheint und die knapp 30.000 Windmühlen und Hunderttausenden Sonnenkollektoren beinahe keinen Strom produzieren.

Im Herzen von Europa liegt ein dunkelbrauner, CO2-intensiver Fleck: Deutschland (Quelle: Electricity Maps)
Deutschlands Dunkelflaute
Bereits in der Nacht von Donnerstag (30. November) auf Freitag fiel der Anteil von Strom aus Wind und Sonne unter fünf Prozent des Stromverbrauchs. Und das, obwohl theoretisch genug Wind und Sonne installiert sind, um Deutschland zwei Mal mit Strom zu versorgen – nur gibt es diesen Moment nie, in dem erneuerbare Energien das liefern, was draufsteht. In Wahrheit leisten Windmühlen an Land nur etwa 20 Prozent der versprochenen Werte, bei der Photovoltaik sind es nur 10 Prozent.
Über Tage hinweg konnten Wind und Sonne nicht einmal zehn Prozent des Strombedarfs decken.

Alles, was grau ist, musste konventionelle Kraftwerke erreichen – die rote Linie ist der Stromverbrauch. (Quelle: Agora Meter)
Die Folge: Andere Kraftwerke müssen einspringen, um den Strombedarf zu decken. Wird die Produktion von Strom aus Braunkohle, Steinkohle und Erdgas hochgefahren, sorgt das für massenhaft zusätzlichen CO2-Ausstoß. In den vergangenen Tagen lag der CO2-Ausstoß pro hergestellter Kilowattstunde Strom bei teils 730 Gramm. Unter solchen Bedingungen ist es für das Klima besser, einen modernen Verbrenner zu fahren als sein E-Auto mit Kohlestrom aufzuladen.
Kohle bügelt aus, was Wind und Sonne nicht schaffen können
Während Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) also bei der Weltklimakonferenz in Dubai die Welt belehrte und dazu aufrief, möglichst bald aus der Kohle auszusteigen, wurden Kohlekraftwerke in Deutschland hochgefahren, um die Unzuverlässigkeiten der „Energiewende“, die auf Wind und Sonne als Hauptlieferanten von Strom setzt, auszubügeln.
Am Sonntagabend hat der Wind in Deutschland wieder etwas zugelegt, kann aber weiterhin nicht einmal ein Drittel der Stromversorgung gewährleisten. Auch am Montagmorgen war Kohle in Deutschland der wichtigste Energieträger.
Bemerkenswert: Frankreich hat während der Dunkelflaute in Deutschland nie mehr als 85 Gramm CO2 pro Kilowattstunde Strom verursacht, also weniger als ein Achtel der Deutschen Emissionen. Frankreich setzt bei der Stromproduktion jedoch in weiten Teilen auf Kernenergie.
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