Waffen, Gewalt, Sexual-Delikte: So explodiert die Gewalt an Bahnhöfen im Ländle
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Das Zugfahren im Ländle wird immer gefährlicher: In fast allen Deliktsbereichen stieg 2023 die Kriminalität an Bahnhöfen in Baden-Württemberg im Vergleich zum Vorjahr massiv an. Das geht aus exklusiven Zahlen hervor, die NIUS vorliegen.
Laut Polizei-Statistik nahm die Zahl der Sexualdelikte von 2022 auf 2023 um mehr als 22 Prozent zu. Waffendelikte stiegen um rund 28 Prozent. In anderen Kriminalitätsbereichen verzeichnet die Statistik ebenfalls seit Jahren einen Anstieg.
Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Hess hervor, die NIUS vorliegt. Demnach wuchs die Gewaltkriminalität insgesamt um mehr als sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit dem Vor-Corona-Jahr 2019 gab es sogar einen Anstieg der Gewaltkriminalität im Ländle um etwa 36 Prozent.

Ein Fahrzeug der Polizei steht im Stuttgarter Hauptbahnhof. Die Kriminalität an Bahnhöfen in Baden-Württemberg ist stark gestiegen.
So sehen die Zahlen der Bundespolizei an Bahnhöfen in Baden-Württemberg konkret aus:
Gewaltdelikte:
2.695 (2023)
2.538 (2022)
1.784 (2021)
1.971 (2019)
Auch bei den sexuellen Übergriffen steigen die Zahlen seit Jahren. Im Vergleich mit 2022 gab es 22 Prozent mehr solcher Delikte. Seit 2019 haben sich die Übergriffe sogar um rund 42 Prozent gesteigert.
Sexualdelikte:
262 (2023)
214 (2022)
204 (2021)
185 (2019)
Bei Diebstählen und Waffengewalt sehen die Zahlen ähnlich aus.
Eigentumsdelikte:
4.802 (2023)
3.702 (2022)
1.920 (2021)
3.254 (2019)
Waffengewalt:
120 (2023)
94 (2022)
84 (2021)
99 (2019)
Bei den bekannten Tatverdächtigen hatte 2023 knapp die Hälfte keinen deutschen Pass. Den 910 nicht-deutschen Tatverdächtigen standen 914 Personen gegenüber, die einen deutschen Pass besaßen. Der Migrationshintergrund wird bekanntlich nicht erhoben. Bei den ausländischen Tätern stachen im vergangenen Jahr zehn Länder hervor, deren Staatsangehörige 57 Prozent der Straftaten der Nicht-Deutschen begangen.
Woher stammen sie?
syrisch: 77
türkisch: 74
algerisch: 69
tunesisch: 60
gambisch: 46
marokkanisch: 45
afghanisch: 41
rumänisch: 39
ukrainisch: 37
italienisch: 35
Im Jahr 2022 sah die Liste der Top-10 Herkunftsländer von nicht-deutschen Tätern ähnlich aus:
syrisch: 66
türkisch: 62
algerisch: 50
gambisch: 50
italienisch: 43
rumänisch: 41
afghanisch: 40
nigerianisch: 33
irakisch: 30
tunesisch: 28
Kriminalitätsbelastung an Bahnhöfen hat ein „inakzeptables Ausmaß“ erreicht
Die Zahlen aus Baden-Württemberg liefern einen Vorgeschmack auf die Polizeiliche Kriminalstatistik 2023, die Ende März durch das Innenministerium von Nancy Faeser (SPD) vorgestellt wird. Erwartet wird hier auch hier ein Anstieg der Kriminalität im gesamten Bundesgebiet.

AfD-Politiker Hess erfragte die Zahlen für Baden-Württemberg.
Der AfD-Abgeordnete Hess, einst für die Landespolizei Baden-Württemberg tätig, ist angesichts der steigenden Gewalt empört: „Bahnhöfe sind mittlerweile Orte, an denen die Kriminalitätsbelastung ein inakzeptables Ausmaß erreicht hat“, beschwert er sich. „Das sind die direkten Folgen der von der AfD seit Jahren massiv kritisierten unkontrollierten Zuwanderung. Wir benötigen deshalb nicht nur eine Wende in der Migrationspolitik, sondern auch ein verlässliches Lagebild über die Hintergründe der zunehmenden Gewalt. Es ist übrigens im höchsten Maße widersprüchlich, die Bürger im Rahmen einer Mobilitätswende in öffentliche Verkehrsmittel und damit auch in Züge zwingen zu wollen, dann aber nicht für ihre Sicherheit sorgen zu können oder zu wollen.“
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