Waffenruhe im Gaza-Krieg: Hamas lässt die ersten drei Geiseln frei
Ein Beitrag von
Die Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas im Gaza-Krieg hat sich am Sonntag um Stunden verzögert. Grund: Die islamistische Hamas habe am Morgen keine Liste mit den Namen der drei Geiseln übermittelt, die im Laufe des Tages im Rahmen des Deals freikommen sollen. Hagari „Die Hamas erfüllt ihre Verpflichtungen nicht.“ Solange die Hamas das Abkommen nicht erfülle, greife die israelische Armee weiter an.
Die Waffenruhe hätte um 7.30 Uhr (MEZ) beginnen sollen. Die Hamas hätte die Liste mit den Namen der Geiseln eigentlich schon am Samstag mitteilen müssen. Israel werde Verstöße gegen die Einigung nicht dulden, sagte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.
Gegen 9.45 Uhr berichteten Times of Israels und BBC, dass die Hamas nun auf Telegram die Namen der drei Frauen veröffentlicht habe, die zuerst freigelassen werden sollen. Dabei handelt es sich um Romi Gonen (24), Emily Damari (28) und Doron Steinbrecher (31). Die ankündigte Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen trat somit israelischen Angaben zufolge um 10.15 Uhr (MEZ) in Kraft.
Gegen 16.15 Uhr kam die Meldung: Die drei Frauen sind freigelassen und an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz übergeben worden.

Romi Gonen (l.), Emily Damari und Doron Steinbrecher (r.).
Hintergrund: Israel und die Hamas hatten sich auf eine Waffenruhe von zunächst 42 Tagen geeinigt. In der Zeit sollen 33 der 98 im Gazastreifen verbliebenen israelischen Geiseln gegen 1.904 inhaftierte Palästinenser ausgetauscht werden. Unter den Geiseln sind auch Israelis, die zusätzlich die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. In Israel wird davon ausgegangen, dass 34 der Entführten vermutlich tot sind.

Laut der israelischen Regierung ist die Freilassung der ersten drei Geiseln heute um 15 Uhr (MEZ) geplant. Nach israelischen Angaben handelt es sich um drei Zivilistinnen. Etwa zur gleichen Zeit sollen in Israel die ersten rund 90 palästinensischen Häftlinge freigelassen und von Sicherheitskräften entweder ins besetzte Westjordanland oder in den Gazastreifen gebracht werden. Ob es angesichts des verzögerten Beginns der Waffenruhe bei dem Zeitplan bleibt, ist ungewiss. Netanjahu hatte am Vorabend der geplanten Waffenruhe bekräftigt, Israel werde bei einem Scheitern des Abkommens die Kämpfe wiederaufnehmen und alle Kriegsziele durchsetzen, darunter die Zerschlagung der Hamas.
Die erste Phase des Abkommens sieht auch eine schnelle Verbesserung der Versorgung mit Lebensmitteln für die mehr als zwei Millionen Bewohner des weitgehend zerstörten Gazastreifens vor, von denen nach UN-Angaben 90 Prozent unter Hunger leiden. Zudem muss sich die israelische Armee aus Bevölkerungszentren im Gazastreifen zurückziehen.
Mehr NIUS:
Mehr NIUS:
Die skurrilsten Beschlüsse des Linken-Parteitags
Regierungs-Kommission fordert die AfD-Rente – die große NIUS-Analyse zu den 33 Empfehlungen
Bericht: Das will die AfD an deutschen Schulen und Universitäten verändern
Erst „faschistische Politik“ unterstellen, dann Reue bekunden: Linken-Chef bittet CDU um Entschuldigung
„Den Garaus machen“: Linke-Fanatiker ruft auf Parteitag zu Mord an Kapitalisten auf
33 Empfehlungen im Wortlaut: Das sind die wahren Pläne der Renten-Kommission
Neues Heizungsgesetz: Deutsche Umwelthilfe kündigt Klimaklage vor Bundesverfassungsgericht an
Neuer Linken-Chef Pantisano: Es gibt keinen Unterschied zwischen der CDU und den Faschisten
Mehr NIUS:
Erst „faschistische Politik“ unterstellen, dann Reue bekunden: Linken-Chef bittet CDU um Entschuldigung
„Den Garaus machen“: Linke-Fanatiker ruft auf Parteitag zu Mord an Kapitalisten auf
33 Empfehlungen im Wortlaut: Das sind die wahren Pläne der Renten-Kommission
Neues Heizungsgesetz: Deutsche Umwelthilfe kündigt Klimaklage vor Bundesverfassungsgericht an
Neuer Linken-Chef Pantisano: Es gibt keinen Unterschied zwischen der CDU und den Faschisten
Climate-Trouble: „Sie steckten mich in einen fensterlosen Raum“ – wie ein kritischer Professor aus seiner Universität gemobbt wurde
Kretschmer kritisiert AfD-Strategie: „Das bloße Ausgrenzen bringt nichts“
Aus Angst vor einer AfD-Regierung: Innenminister planen neue deutsche Sicherheitsarchitektur
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare