Wegen Habecks Heiz-Gesetz: Millionen Altervorsorgen schmelzen dahin
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- Das Heizungsgesetz der Bundesregierung lässt Immobilienpreise fallen: Eigenheime mit schlechter Dämmung sind zum Teil nur noch die Hälfte wert.
- Die Ampelregierung streitet noch immer über die Ausgestaltung des Gesetzes.
- Die Immoscout-Chefin: „Die Ungewissheit führt zu einer immensen Verunsicherung.“
Während die Regierung zum x-ten Mal behauptet, endlich eine Einigung rund um das Gebäudeenergiegesetz (GEG) gefunden zu haben, wird hinter Kulissen in Wahrheit weiter gestritten. Auch sechs Monate vor dem geplanten Inkrafttreten des Gesetzes am 1. Januar 2024 wissen die Bürger noch immer nicht, was genau auf sie zukommt und wie welche Kosten abgefedert werden sollen. Dabei scheint den meisten Politikern von SPD, FDP und Grünen noch immer nicht klar zu sein, welche Auswirkungen allein die Ankündigung des Gesetzes und des damit verbundenen Sanierungszwanges hatte: Der Wert von Millionen Immobilien, von Millionen Altersvorsorgen hart arbeitender Menschen ist eingebrochen – zum Teil um die Hälfte.
Fakt ist aber: Schon jetzt haben Immobilien massiv ein Wert eingebüßt.
Denn nicht mehr nur die Lage ist beim Hauskauft entscheidend, der Sanierungszustand wird immer entscheidender. Das Heizungsgesetz wirbelt den Immobilien-Markt durch, wie Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24 erklärt: „Die Wärmewende ist dabei den Markt neu aufzuteilen und hinterlässt bereits jetzt deutliche Spuren bei den Angebotspreisen. Bei Immobilien mit schlechter Energieeffizienz, fallen die Angebotspreise auf unserer Plattform je nach Lage deutlich geringer aus als die Preise für sanierten Altbau oder Neubau.“
Heißt konkret: Ältere Häuser mit schlechter Dämmung im ländlichen Raum sind um mehr als die Hälfte (51 Prozent) im Preis gefallen – in Klein- und Mittelstädten gab es Preisabschläge im Schnitt von 45 Prozent, wie eine Auswertung von ImmoScout24 zeigt. Bereits Immobilien mit Energiestandard B – also mit einem Energiebedarf von 50 bis 75 Kilowattstunden pro Quadratmeter – verzeichnen im ländlichen Raum ein Minus von 16 Prozent, in Klein- und Mittelstädten gar 19 Prozent.
Preisabschlag laut Immoscout24 im Vergleich zur Effizienzklasse A:

Abstürzende Preise: Was sich aus Käufersicht gut anhört, hat für Eigenheim-Besitzer katastrophale Auswirkungen. Ihre Immobilien, in Millionen Fällen die Altersvorsorge oder das geplante Erbe für die Kinder, schmelzen im Wert dahin.
Hinzu kommt: Noch immer ist nocht klar, was auf Besitzer und Kaufwillige zukommen wird. Das sagt auch Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24: „Die Ungewissheit, was letztendlich an Auflagen und Förderungen wirklich im neuen Gebäudeenergiegesetz stehen wird, führt zu einer immensen Verunsicherung – sowohl auf Verkäufer- als auch Käuferseite. Die Politik ist jetzt gefragt, für mehr Planungssicherheit zu sorgen und so mehr Ruhe in den Markt zu bringen.”
Verunsicherung auch bei Bevölkerung
Diese Verunsicherung spürt auch Mario Dau. Der Altenpfleger lebt mit seiner Frau in einem kleinen Eigenheim nahe der Nordseeküste. In der NIUS-Reportage „Jeder Fünfte! Menschen erzählen, warum sie AfD wählen“, sagte er: „Dieses Haus ist im jetzigen Zustand nichts mehr wert nur allein durch die Aussage von Herrn Habeck, dass er sagt: Es muss eine Wärmepumpe eingebaut werden.“ 120.000 Euro müsste er in die Hand nehmen, um das Dach und die Heizungsanlage auszutauschen, das Haus zu dämmen und eine Wärmepumpe zu bezahlen. Unbezahlbar, so Dau zu NIUS: „Wir wären ruiniert, unsere Altersvorsorge wäre dahin.“
Seit Ende März streitet die Ampel-Regierung inzwischen um das Heizunugsgesetz. Seither sind viele Punkte, die Wirtschatfs- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) eigentlich vorhatte, begraben worden. So sollen etwa Bestandsgebäude bis zur Fertigstellung der kommunalen Wäremplanung von einer Wärmepumpen-Pflicht ausgenommen sein, außerdem sollen je nach Situation vor Ort auch Gas-Heizungen, die auch mit Wasserstoff betrieben werden können, erlaubt sein.
Die Verunsicherung bei Millionen Eigenheim-Besitzern jedoch bleibt. Und der Wert-Verlust ihrer Häuser auch.
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