Weimer soll Julia Klöckners Bundestagspräsidenten-Rolle „ohne ihr Wissen und ohne ihre Zustimmung“ für Werbung missbraucht haben
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Der nächste Weimer-Wirbel: Nach einer Abmahnung durch Rechtsanwalt Markus Haintz hat sich Bundestagspräsidentin Julia Klöckner von der Nutzung ihres Namens und Amts beim Ludwig-Erhard-Gipfel distanziert. Die von Wolfram Weimer geführte Weimer Media Group hatte mit ihrem Namen und ihrer Amtsbezeichnung für eine private Veranstaltung geworben – ohne ihre Zustimmung einzuholen.
In einer E-Mail ihres Bundestagsbüros an Haintz vom 31. Oktober 2025 heißt es, Klöckner habe sich „zum Ludwig-Erhard-Gipfel geäußert, als sie das Amt der Präsidentin des Deutschen Bundestages noch nicht innehatte“. Die spätere Zuordnung ihrer Äußerung zu ihrer jetzigen Funktion sei „ohne ihr Wissen und ohne ihre Zustimmung“ erfolgt.
Der Ludwig-Erhard-Gipfel ist ein Vernetzungstreffen für Unternehmer und Politik, mit dem die Weimer Media Group Geld verdient.
Haintz hält dagegen fest, dass weiterhin auf der Webseite des Gipfels mit Klöckners Namen und ihrem aktuellen Amt geworben werde. In seiner Antwort an Klöckners Büro schreibt er: „Ich bin verwundert, dass Frau Bundestagspräsidentin Klöckner nach wie vor auf der Webseite des Ludwig-Erhard-Gipfels mit Namen, Bild und ihrer Amtsbezeichnung wirbt.“
Er fordert auf X, den aus seiner Sicht vorliegenden Wettbewerbsverstoß bis spätestens Montag, 3. November 2025, zu beseitigen. Sollte Klöckner zuvor keine Kenntnis von der Werbung gehabt haben, habe sie diese nun – und sei daher verpflichtet, auf eine Entfernung der Inhalte durch die Weimer Media Group hinzuwirken.

Diese E-Mail postete Haintz auf X.
Vorgehen weckt Erinnerungen an „The European“-Skandal
Pikant: Weimers Portal The European steht seit Wochen in der Kritik, weil dort Politiker, Journalisten und Publizisten ungefragt als „Autoren“ geführt wurden. Ein ähnliches Vorgehen scheint jetzt wieder der Fall zu sein.
Zuvor hatte die Weimer Media Group nach mehreren Abmahnungen prominente Werbepartner von ihrer Website entfernt – darunter Bundeskanzler Friedrich Merz und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Die Kanzlei Haintz wirft dem Unternehmen unlauteren Wettbewerb vor: Politiker, darunter Vertreter der Bundesregierung, hätten ihre Amtsbezeichnungen für private Veranstaltungen eingesetzt.
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