Weniger Strom aus Wind und Sonne – und die Grünen feiern es...
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- Die Fraktionschefin der grünen Partei feiert, dass Wind und Sonne „massiv zugelegt“ hätten.
- Das stimmt nicht: Deutschland produzierte weniger Strom aus Wind und Sonne.
- Deutschland importiert immer mehr Strom.
Deutschland produzierte im ersten Halbjahr weniger Strom aus Wind und Sonne als im Vorjahr, wie eine Auswertung des Frauenhofer-Institutes zeigt – skurrilerweise feiert Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann diesen Fakt („Die Energiewende läuft“) und behauptet zudem das unwahre Gegenteil („Die Erneuerbaren Energien haben massiv zugelegt.“).
Die Erneuerbaren Energien haben massiv zugelegt. Die #Energiewende läuft. Der Ausbau der Erneuerbaren, Energieeffizienz & Energieeinsparung darum geht’s für die Zukunft.
— Britta Haßelmann (@BriHasselmann) July 20, 2023
Für alle, die es nicht wahrhaben wollen. Lesen hilft👇https://t.co/Srnsxu66WQ
Wind und Sonne haben jeweils um zwei Prozent abgebaut, die Windkraft um 1,6 Milliarden Kilowattstunden, Solarstrom um 600 Millione Kilowattstunden. Was richtig ist: Der Anteil von Wind und Sonne am gesamten produzierten Strom ist auf den Rekordwert von 57,7 Prozent gestiegen – der Grund dafür ist aber nicht, dass Ausbau oder Produktion bei Sonne und Wind „massiv zugelegt“ hätten, wie die Grünen-Politikerin behauptet, sonder weil Deutschland deutlich weniger Strom selbst produziert, weniger Strom verbraucht und deutlich mehr auf Importe angewiesen ist.

So hat sich die Strom-Produktion verändert.
▶︎ Der Stromverbrauch ist im Vergleich zum Vorkriegsjahr 2021 um knapp acht Prozent um fast 20 Milliarden Kilowattstunden zurückgegangen – von 253 TWh auf 233,6 TWh.
▶︎ Deutschland ist von einem Strom-Exporteur in den vergangenen Monaten zu einem -Importeur geworden: Seit Mitte April hat Deutschland mehr als acht Milliarden Kilowattstunden Strom mehr importiert als exportiert wurde. Mit Blick auf das erste Halbjahr 2023 ist der Export-Saldo im Vergleich zum Vorjahr um 87 Prozent eingebrochen.
Das sorgt auch dafür, dass deutlich weniger Kohle verstromt wurde: - 11 TWh bei Braunkohle, - 6,1 TWh bei Steinkohle. Durch den geringeren Stromverbrauch und vielen Importe konnte bisher auch die Abschaltung der drei letzten Atomkraftwerke in Deutschland kompensiert werden.
Das alles belegt jedoch, dass Grünen-Fraktionschef die Unwahrheit verbreitet: Dass die Erneuerbaren Energie zugelegt hätten, stimmt schlicht nicht. Haßelmanns süffisanten Hinweis „Für alle, die es nicht wahrhaben wollen. Lesen hilft“, den sie bei Twitter veröffentlicht hatte, hätte die Politikerin vielleicht selbst beherzigen sollen – und die Auswertung erst einmal lesen sollen ...
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