Wind und Sonne: Netzausgleich sorgt für fast so viel CO2 wie ein Tempolimit sparen würde
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- Wind und Sonne sind als Stromlieferanten bei Weitem nicht immer verfügbar
- Die Erneuerbaren liefern quasi immer zu viel oder zu wenig Strom
- Das deutsche Stromnetz ist darauf gar nicht ausgerichtet
- Der Aufwand, das Stromnetz stabil zu halten, wird hingegen immer größer.
Für Eingriffe in unser Stromnetz muss der Steuerzahler jährlich mehrere Milliarden Euro blechen. Und durch den hohen Anteil an instabilen Stromquellen (Wind, Sonne) stiegen in den vergangenen 10 Jahren die Kosten dafür rasant an. Zusätzlich verursachen diese Maßnahmen Kohlenstoffdioxid-Emissionen – beinahe so viel CO2, wie das viel diskutierte Tempolimit auf deutschen Autobahnen einsparen könnte.

Es ist komplex, teuer und inzwischen auch klimaschädlich das Stromnetz zu stabilisieren.
„Redispatch“ lautet der Fachbegriff für Eingriffe der Netzbetreiber in die geplante Strom-Erzeugung, um das Netz vor Überlastung zu schützen. Dann werden an manchen Orten Kraftwerke oder Windmühlen abgestellt und andernorts hochgefahren, damit das Netz stabil bleibt – all diese Maßnahmen hatten im vergangenen Jahr ein Volumen von mehr als 35 Milliarden Kilowattstunden.
Wenn auf der einen Seite Kraftwerke herunter-, auf der anderen Kraftwerke hochgefahren werden oder Windmühlen abgestellt werden müssen, kostet das Geld – und zwar immer mehr: 4,2 Milliarden Euro haben diese Netz-Eingriffe 2022 gekostet. Ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 83,4 Prozent (2,29 Milliarden Euro) – gegenüber dem Jahr 2013 um 1900 (!) Prozent.

Das zeigt eine Studie des „Forums ökologisch-soziale Marktwirtschaft“.
„Die gestiegene Menge an Netzengpassmanagementmaßnahmen zeigt auf, dass der Bedarf an weiteren Netzkapazitäten schneller steigt als der tatsächliche Ausbau zusätzlicher Leitungen“, schreiben die Autoren.
Heißt übersetzt: Der Ausbau des Stromnetzes kann dem schnellen Ausbau von Wind und Sonne nicht folgen, was immer mehr kostspielige Stabilisierungsmaßnahmen zur Folge hat.
Der Netz-Ausgleich ist aber nicht nur teuer, er sorgt auch für Mehr-Emissionen an Kohlenstoffdioxid. Wie die Studie zeigt, hat das Hinzuschalten von Kraftwerken – meist schmutzige Kohlemeiler – einen zusätzlichen CO2-Ausstoß von 1,04 Millionen Tonnen verursacht.
Zum Vergleich: Das etwa von den Grünen geforderte Tempolimit auf 130 km/h würde laut Umweltbundesamt genau so viel CO2 (1,3 Millionen Tonnen) einsparen.
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