„Wir sind der Souverän, Scholz ist der Unsouverän!“
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Deutschland ist im politischen Aufruhr! Die Europawahl hat eine klare Botschaft gesendet: Deutschland hat keine Lust mehr auf die Ampel! Nur noch 31 Prozent der Wähler haben ihre Stimmen an SPD, Grüne und FDP vergeben. Das wirft die Frage auf: Soll es in Deutschland Neuwahlen geben – und ist das überhaupt möglich?
Julian Reichelt, Julius Böhm und Alexander Purrucker diskutierten heute bei NIUS LIVE die wachsenden Forderungen nach Neuwahlen und die sich abzeichnende Krise der Ampel-Koalition. Für NIUS-Reporter Julian Reichelt steht fest: „Dieses Land ist nicht gespalten, dieses Land steht in überwältigender Einigkeit gegen die Bundesregierung. Wir sind der Souverän, die Regierung ist der Unsouverän!“
„Neuwahlen würden für viele Abgeordnete den direkten Weg ins Bürgergeld bedeuten“
Reichelt analysierte weiter: „Die Menschen wollen Neuwahlen. Die einzigen, die das wirklich nicht wollen, sind logischerweise diejenigen, die an Posten, Macht, Geld, Diäten, Privilegien hängen, nämlich die Bundesregierung selbst. Und vor allem auch alle Abgeordneten, denn das muss man ja sagen, wenn man sich das Europa-Ergebnis anschaut. Neuwahlen würden für viele Abgeordnete und all die Leute, die für die Abgeordneten arbeiten, den direkten Weg ins Bürgergeld bedeuten. Denn diese Leute können nichts, was sie im Anschluss tun könnten. Früher hat man ja gesagt, dass man als Grüner noch Taxifahrer werden kann. Diese Leute können nicht mal einen Taxischein machen, mit der Qualifikation, die sie haben. Neuwahlen würden für hunderte und tausende Mitarbeiter den direkten Weg in die Arbeitslosigkeit bedeuten.“
Das ist wie „Einer flog über das Kuckucksnest“
Reichelt führte weiter aus: „Sprachlich kann das keiner mehr nachvollziehen. Das ist ja das Bemerkenswerte an unserem Bundeskanzler, der Mann, der in allererster Linie für dieses Land steht und stehen sollte, spricht wie kein anderer Mensch im Land. Der Mann spricht auf eine technokratisch verschachtelte Scholz-O-Mat-Weise, die kein Mensch nachvollziehen kann und wenn man dann seine komische Grammatik wegstreicht und zum Kern dessen vordringt, was er da gesagt hat – und das ist eine verdammt schwere Aufgabe und wir stellen uns diese Aufgabe jeden Tag im Schweiße unseres Angesichts, dann kommt man zu dem Satz: Wir müssen uns vorbereiten auf die Zustimmung der Menschen. Also, der Bundeskanzler, der noch 13,9 Prozent holt, obwohl er im ganzen Land plakatiert ist, glaubt, die Botschaft dieser Wahl ist, dass er jetzt in die Vorbereitungsphase eintreten muss, sich vorbereiten muss auf die überwältigende Zustimmung der Menschen bei der nächsten Wahl. Es tut mir leid: Das ist ‚Einer flog über das Kuckucksnest‘.“
NIUS-Reporter Julius Böhm antwortete süffisant: „Ich glaube, der Punkt, was er uns sagen möchte ist: Wir haben jetzt so ein bisschen zweieinhalb Jahre lang Ampelpolitik light bekommen, aber wenn dann die richtig umgesetzte Ampelpolitik kommt, wenn wir unsere Arbeit machen, dann werden die Menschen sehen und erleuchtet und bemerken, dass wir alles richtig gemacht haben und wählen uns dann 2025.“
Falls Sie die Sendung verpasst haben – hier gibt es NIUS LIVE in voller Länge!
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