„Wirklichkeitsfremde Migrations-Politik“: Landrat von Rügen tritt aus der SPD aus
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Kerth-Wende in der SPD-Kommunalpolitik: Der Landrat des Kreises Vorpommern-Rügen, Stefan Kerth, hat seinen Austritt aus der SPD erklärt.
Besonders bei der Asyl- und Migrationsthematik sei die Politik der SPD zu „stark gesinnungsgeleitet und unzureichend an der Lebensrealität orientiert“, hieß es in einer Erklärung des Landrats, der seinen Posten weiterhin behalten will.
„Seit längerem nehme ich die Politik der SPD und des politischen Lagers links der Mitte als zu stark gesinnungsgeleitet und unzureichend an der Lebensrealität orientiert wahr“, teilte der SPD-Politiker mit. Trotz einer zugespitzten Lage werde der Asyl-Kurs nur inkonsequent geändert.
„Der Erfolg der AfD ist nach meiner Beobachtung eine direkte Folge einer von vielen als abgehoben und wirklichkeitsfremd empfundenen Politik.“ Auch das Bürgergeld kritisierte Kerth. In Zeiten, in denen jede helfende Hand gebraucht werde, befördere es die Utopie eines anstrengungslosen Lebens. In Wahrheit müsse sich der arbeitende Rest der Bevölkerung für die anderen mit anstrengen, so Kerth. Das halte er für sozial ungerecht.
Der 50-Jährige, der seit seinem Studium Mitglied der SPD war, hatte sich bereits in der Vergangenheit wiederholt kritisch zur aktuellen Migrationspolitik geäußert. Über einen möglichen Eintritt in eine andere Partei verlor er jedoch kein Wort.
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