Zahlen der Bundesregierung: 924 syrische Flüchtlinge machten Urlaub in Syrien – aber nur 804 kehrten dauerhaft zurück
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Seit Jahresbeginn sind mehr Syrer aus Deutschland in ihre Heimat gereist, um dort zum Beispiel Urlaub zu machen, als über offizielle Programme dauerhaft zurückzukehren. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervor, berichtet die Junge Freiheit.
Bis zum 31. Mai wurden demnach 924 Heimatreisen syrischer Staatsangehöriger nach Syrien bekannt. Im gesamten Jahr 2023 lag die Zahl noch bei 1.112. In allen Fällen leitete das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) laut Bundesregierung eine Prüfung des Schutzstatus ein. Die Zahl der Heimaturlaube überstieg damit die der Rückkehrer deutlich: Im gleichen Zeitraum kehrten lediglich 804 Syrer im Rahmen offizieller Rückkehrprogramme freiwillig nach Syrien zurück.
Insgesamt wurden bis Ende Mai 1.208 Rückkehranträge für 2.075 Personen beim BAMF gestellt. Da laut Bundesregierung rund 960.000 syrische Staatsangehörige in Deutschland leben, entspricht die Zahl der tatsächlichen Rückreisen rund 0,08 Prozent dieser Gruppe. Die Rückkehrprogramme fördern dabei nur einen Teil der Ausreisen finanziell. Bislang wurden im Jahr 2024 insgesamt 141 solcher Maßnahmen unterstützt, im Vorjahr waren es 87.
Im April kündigte die geschäftsführende Bundesregierung noch an, Syrern Heimatreisen zu erlauben – Bundesinnenminister Alexander Dobrindt entschied sich jedoch – zumindest auf dem Papier – gegen so eine Regelung. „Das Bundesministerium des Innern hat sich nach eingehender Prüfung dagegen entschieden, kurzzeitige Heimreisen für Syrerinnen und Syrer ohne Auswirkungen auf den Schutzstatus zu ermöglichen“, so ein Sprecher.
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