Zum ersten Mal konkrete Inhalte! Wagenknecht spricht über ihre neue Partei
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Sie spricht nicht aus, wann und wie sie gründen will – doch zum ersten Mal redet sie über konkrete Inhalte. Jetzt passiert das, worüber die Bevölkerung und Experten seit Monaten spekulieren: Sahra Wagenknecht (54) gründet ihre eigene Partei.
Wie die Linken-Politikerin der Bild verriet, wird eine Entscheidung hinsichtlich ihrer neuen Parteigründung bis Ende des Jahres fallen. Laut Bild munkelten Vertraute der Politikerin, dass es nach der Hessen- und Bayernwahl soweit sein könnte.

Wagenknecht gehörte dem Bundesvorstand der PDS von 1991 bis 1995 und von 2000 bis zur Vereinigung 2007 mit der WASG an. In der Nachfolgepartei Die Linke konnte sie ihren Einfluss erweitern.
Zuletzt prophezeite Helmut Markwort, der Gründer des Magazins Focus, mit Bezug auf Insider-Informationen, dass es bis spätestens November so weit sein könnte. Seine Prognose bei „Schuler! Fragen, was ist“: „Wenn Wagenknecht aus der Deckung tritt, werden ihr direkt mehrere Bundestagsmitglieder folgen.“ Aktuell gab es noch keine bekannten Politiker aus der Linken, die Wagenknecht öffentlich den Rücken stärken.
Wie die in der DDR geborene Politikerin jetzt verriet, soll das Fundament ihrer neuen Partei auf vier Kernpunkten basieren: wirtschaftlicher Vernunft, sozialer Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit. Wagenknecht will die, wie sie zu Bild sagt, „irre Politik der Ampel beenden“.
Ihr Plan für Deutschland: staatliche „Kontrollorgane“, die überwachen, was Unternehmen herstellen und was nicht. Auch höhere Löhne und mehr Geld für Arme peilt sie an. Gewinne sollen „wegbesteuert“ werden, wie sie im Interview verriet.
Wagenknecht gegenüber Bild: „Menschen werden ausgegrenzt, wenn sie den Mainstream verlassen“, so die Politikerin. „Wer Zuwanderung steuern und begrenzen will, wird als Nazi abgestempelt.“ Bürger würden „moralisch geächtet“. Diese „Cancel Culture“ müsse die Politik beenden.
Das glaubt auch Linken-Politiker Diether Dehm (73). Im NIUS-Talk „Stimmt! Der Nachrichten-Talk“ erklärte er: „Es wird unbedingt eine Partei erforderlich. Oder eine Kraft für die Europawahl und dann möglicherweise für die Bundestagswahl, die nicht in ihr Parteiprogramm hineinschreibt: Maskenpflicht, Impflicht, Genderpflicht oder sonst etwas.“
Es brauche eine Partei, die „im Kern sagt, den Sozialstaat wieder stärken, den Mittelstand retten, die für Abrüstung und Meinungsfreiheit steht“, so Dehm. Denn die Sozialdemokratie habe sich aufgeben.
Helmut Markwort glaubt an eine gewaltige Veränderung in der deutschen Politik. „Mit dieser Gruppierung wird sie auch von der AfD Wähler anziehen, glaube ich. Sie kommt ja von ganz links und deswegen macht man ihr ja nicht die selben Vorwürfe wie der AfD.“

Wagenknechts Partei wird großen Zulauf haben, meint Helmut Markwort.
Der Aufbau von Parteistrukturen in den Landesverbänden könnte zäh werden. „Aber wenn sie dann antritt – wird sie einen großen Zulauf haben, weil sie sozialistische und nationale Interessen verbindet. Da bin ich jetzt beinahe bei nationalsozialistisch.“
Markwort erklärt: „Das Nationale ist bei ihr ganz klar, weil sie sagt: Nicht so viel Ausländer, deutsche Interessen.“ Das sozialisitische Element habe sie als „ehemalige Stalin-Kämpferin“ als „Basis ihres sozialen Denkens“.
Beim Thema Frieden dürfte Wagenknecht angesichts des Russland-Ukraine-Krieges am meisten anecken. Die Außenpolitik würde unter der 54-Jährigen wieder auf Diplomatie statt auf Waffenlieferungen setzen. Mit Russland müsse ein Frieden her, um jeden Preis. Der „Wirtschaftskrieg“ gegen Putin schade nicht Putin, sondern unserer eigenen Wirtschaft.
Lesen Sie auch: „Focus“-Gründer Helmut Markwort: „Wagenknecht ist national und sozialistisch“
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