Zwei Mal daneben geklebt: Weiter so, „Letzte Generation“!
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Die Nerv-Aktivisten der „Letzten Generation“ sind bekannt für aufmerksamkeitsstarke Prosteste – mit langen Staus, wütenden Autofahrern und Verspätungen. Doch jetzt haben sie bei gleich zwei Aktionen gehörig daneben geklebt.
Montag hatten 55 Klima-Kleber in Regensburg das südliche Ende der Nibelungenbrück blockiert. Eigentlich eine der wichtigsten Verbindungen aus der Stadt über die Donau. Aber: Genau an diesem Tag begannen Bauarbeiten. Die Brücke wird für zwölf Wochen saniert.

Letzte Generation blockieren die Bundesstraße B19. Die Polizei hat bei einer Kundgebung der Letzten Generation in Würzburg 43 Menschen in Gewahrsam genommen.
Laut Medienberichten sollen sogar mehrere Autofahrer die Blockierer darauf aufmerksam gemacht haben. Doch die schien das nicht zu interessieren und klebten sich trotzdem fest. Daraufhin mussten sieben der Aktivisten in den Arrest um weitere Blockaden zu verhindern, so die Begründung der Richter.
Damit jedoch weit gefehlt. Nur einen Tag später blockierten 40 Aktivisten die Zufahrtsstraßen zum BMW-Werk in Regensburg. Alle Zulieferwege für die Lkw waren dicht. Doch niemanden schien es zu interessieren, denn in dem Werk arbeitet im Moment keiner – genau in dieser Woche hat die BMW-Produktion Werksferien.

Das BMW-Logo ist in der BMW-Welt auf einem Fahrzeug der Marke zu an der Motorhaube angebracht.
Das frühe Aufstehen der Aktivisten war also umsonst. Wie die Polizei mitteilte, blockierten bereits um 5 Uhr mehrere Klima-Chaoten die Straßen.
Auf dem Kurznachrichtendienst X (früher Twitter) schreibt die „Letzte Generation“: „Auch Unternehmen wie BMW müssen in der existenziellen Notlage, in welcher wir uns befinden, Verantwortung übernehmen. Die Klimakatastrophe betrifft alle.“
Einige der Aktivisten, wie etwa Anja Windl und Arne Großelindemann, waren extra aus Berlin angereist – umsonst! Es laufen die Ermittlungen wegen Nötigung.
Donnerstag wollen die Klima-Kleber über mehrere Wochen in München demonstrieren. Grund: Vom 5. bis 10. September findet die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in der Landeshauptstadt statt.
Zwar haben die Veranstalter den Aktivisten einen Informationsstand auf der Messe angeboten, ob dieser in Anspruch genommen wird, ist jedoch nicht bekannt. Die Bayerische Polizei ist zumindest auf Störaktionen der „Letzten Generation“ vorbereitet, heißt es.
Lesen Sie auch: „Letzte Generation“ hält Vortrag vor angehenden Polizisten – die applaudieren!
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