„Da gehe ich nicht mit“: Weidel widerspricht Sachsen-Anhalts AfD bei Familienbild
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AfD-Bundessprecherin Alice Weidel hat sich von Passagen im aktuellen Wahlprogramm des AfD-Landesverbands Sachsen-Anhalt distanziert. Im Interview mit RTL und ntv erklärte sie mit Blick auf Aussagen über nicht-traditionelle Familien: „Da gehe ich nicht mit.“
Der Landesverband bezeichnet in seinem Wahlprogramm die „intakte Familie, bestehend aus Mutter, Vater und Kindern“, als bestes Modell für die Entwicklung von Kindern. Zudem heißt es dort, steigende Abtreibungszahlen und sinkende Geburtenraten hingen auch damit zusammen, dass „sexuelle Abweichungen und nicht-reproduktive Lebensweisen“ offensiver beworben würden.
Weidel widersprach dieser Linie deutlich. „Die können reinschreiben, was sie wollen. Ich lebe etwas anderes“, sagte sie. Sie sei „gesellschaftlich liberaler aufgestellt“ und ergänzte: „Wir leben mittlerweile in einer ganz anderen Realität.“

AfD-Chefin Alice Weidel mit ihrer Lebensgefährtin Sarah Bossard, Filmproduzentin aus der Schweiz. Zusammen ziehen sie zwei Söhne groß.
Gleichgeschlechtliche Partnerschaften müssten „gleichwertig behandelt werden“, forderte die AfD-Chefin. Das gelte etwa im Steuer- und Erbrecht. „Daran lässt sich auch in der heutigen Zeit nichts mehr ändern. Und daran wollen wir auch nichts ändern.“
Zugleich betonte Weidel, dass sich die Partei weiterhin für die traditionelle Familie als gesellschaftliches Leitbild einsetzen könne. Sie selbst lebt mit ihrer Lebensgefährtin zusammen und zieht mit ihr zwei Kinder groß.
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