So kam es zu der brisanten Szene: CDU-Mann scherzte mit AfD-Siegmund über das kaputte „Altparteienmikro“
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Das Foto machte Furore und brachte vor allem die Union in Wallung: Fröhlich lachend, geradezu ausgelassen, sitzen der AfD-Spitzenkandidat von Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, und CDU-Fraktionschef Guido Heuer Seite an Seite. Heuer hat die Hand auf die Schulter von Siegmund gelegt und drückt dem AfD-Mann die Hand. Nachdem das Bild viral ging, sah sich Heuer schnell in Erklärungsnot: Er habe eine Falschaussage von Siegmund korrigieren wollen, behauptete er. Nun ist ein Video der Szene aufgetaucht, das zeigt: Heuer hat gelogen – die auf dem Foto sichtbare Vertrautheit zwischen den beiden war real.
„Es war eine Podiumsdiskussion in Halberstadt, wir hatten bei sieben Podiumsgästen zwei Mikros“, berichtete Heuer später im Gespräch mit Welt TV. Der Platz neben Siegmund sei der letzte freie Platz gewesen, sodass er ihn eingenommen habe, so der CDU-Mann weiter. „Herr Siegmund sagt die Unwahrheit, ich hab ihm ins Mikro gegriffen, und habe nur gesagt, dass es die Unwahrheit sei.“ Auf die Nachfrage des Reporters, ob die Szene also anders sei, als sie dargestellt werde, antwortet Heuer: „Anders als es dargestellt wird, und den Begriff „abgrenzen nicht ausgrenzen“, verfolgt meine Fraktion seit 2016.“
Sehen Sie hier Heuers Aussagen gegenüber Welt:
Nun ist ein Video aufgetaucht, das Klarheit darüber bringt, was bei eben dieser Podiumsdiskussion in Halberstadt wirklich passierte:
„Man könnte meinen, dass du noch nie was mit der Bundesregierung zu tun hattest“, wendet sich zunächst Siegmund scherzhaft an den CDU-Mann. Der beugt sich daraufhin vor, legt Siegmund die Hand auf die Schulter und sagt in das Mikrofon des AfD-Spitzenkandidaten: „Ich saß noch nie im Bundestag“. Nach einigen Worten zur Qualität der beiden vorhandenen Mikrofone schnappt sich Heuer dann das kaputte Mikro und nennt es scherzhaft, das „Altparteienmikrofon“.
Sehen Sie hier die Szene:
Die Szene zeigt eindrücklich, dass selbst die CDU-Basis nicht wirklich an die infame Merz-Behauptung glaubt, die AfD stehe „in der Tradition“ des Holocaust und das ausgegebene Anti-AfD-Mantra nur pro forma einhält. Schließlich würde Heuer kaum derart freundschaftlich mit echten Neonazis umgehen. Es zeigt, dass die Brandmauer-Diskussion vor allem eine künstlich erschaffene Barriere ist.
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