Deutlicher Männerüberschuss unter jungen Leuten – das sind die Zahlen, das sind die Gründe!
Ein Beitrag von
Der demografische Wandel in Deutschland vollzieht sich rasant. Die Gesellschaft wird immer älter, doch parallel dazu zeigt sich auch eine ganz andere Entwicklung: Unter jungen Leuten gibt es immer mehr Männer. Ihr Anteil gegenüber Frauen überwiegt deutlich. Woran liegt es?
Laut den aktuellen Zahlen des Bundesamtes für Statistik kamen zum Jahresende 2022 bei den 18- bis 29-Jährigen 1086 junge Männer auf 1000 junge Frauen – ein Überhang von 8,6 Prozent. Unter keiner Altersgruppe überwiegt der Anteil so deutlich. Gleichzeitig gibt es unter allen Altersgruppen bis unter 50 Jahren jeweils mehr Männer als Frauen. Erst im hohen Alter ändert sich das Geschlechterverhältnis deutlich. Noch im Jahr 2010 lag der Männerüberschuss bei lediglich vier Prozent unter den 18- bis 29-Jährigen.
Was sind die Gründe für diese Entwicklung? „Ein Grund dafür ist, dass grundsätzlich etwa 5 Prozent mehr Jungen als Mädchen geboren werden“, schreibt das Statistische Bundesamt in seiner Pressemitteilung. Wissenschaftler führen diesen Überhang darauf zurück, „dass mehr weibliche Embryonen und Föten sterben als männliche, sodass mehr Jungen als Mädchen lebend geboren werden.“
Zuwanderung: Es kommen deutlich mehr Männer als Frauen
Unerwähnt bleibt die Masseneinwanderung, die sich seit mittlerweile seit über einem Jahrzehnt ungebremst fortsetzt. So kamen seit 2010 stets mehr Menschen nach Deutschland, als aus Deutschland wegzogen sind. Doch wer kommt nach Deutschland? Vorrangig handelt es sich um junge Männer. Eine Beinahe-Parität gibt es nur bei den 0- bis 15-Jährigen, ansonsten dominieren in allen Alterskategorien der Asylzuwanderung die Männer deutlich.
NIUS errechnete die Gesamtzahl der Zuwanderung seit 2015 bei unter 30-Jährigen und bei den 18- bis 29-Jährigen:

Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen, denn die männlich geprägte Masseneinwanderung wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen – ein Politikwechsel ist bislang nicht abzusehen.
Junge Frauen verlassen Ostdeutschland
Weiterhin interessant: Das Geschlechterverhältnis fällt in Deutschland regional unterschiedlich aus. Im Osten der Republik zeigt sich diese Entwicklung schon länger – ganz ohne die derzeit stattfindende Masseneinwanderung. In einer Studie des früheren Ministeriums für Landesentwicklung und Verkehr in Sachsen-Anhalt warnten die Autoren schon 2011 vor den Folgen einer weiblichen Abwanderungswelle: „Durch selektive Abwanderung junger Frauen entstand ein Männerüberschuss von bis zu 25 Prozent. Fachleute sehen dieses Übergewicht nicht nur als ein komplexes Maß für die Entwicklungsprobleme ländlicher Räume an. Sie problematisieren auch, dass hier eine Generation junger Männer heranwächst, die mangels Frauen keine Chance haben, ein bürgerliches Familienkonzept zu realisieren.“
Auch das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung veröffentlichte unter der Überschrift „Not am Mann“ im Jahr 2007 eine viel beachtete Studie. Sie zeigte ebenfalls auf, dass damals überproportional viele jungen Frauen aus den neuen Bundesländern abwanderten.
In den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigt sich: Bei den 18- bis 29-Jährigen ist der Männerüberschuss in Sachsen-Anhalt (14,6 Prozent mehr Männer), Thüringen (11,4 Prozent mehr Männer) und Brandenburg (11,3 Prozent mehr Männer) am höchsten von allen Bundesländern. Gleichzeitig ist der Anteil von Asylbewerbern und Migranten aus Nicht-EU-Staaten an der ausländischen Bevölkerung in Ostdeutschland deutlich höher als im Westen.

Anteil von Nicht-EU-Staatlern an der ausländischen Bevölkerung (Quelle: Statistisches Bundesamt)
Ein großer Teil dieser meist jungen Männer aus dem Nahen Osten sind in den neuen Bundesländern auch erst weniger als zwei Jahre im Land. Hier herrscht also ein gewaltiges Konfliktpotenzial. Auf eine ohnehin männerdominierte junge Generation treffen männliche Asylbewerber in einem ähnlichen Alter, die mit den deutschen Geschlechtsgenossen konkurrieren.

Anteil der Ausländer, die weniger als zwei Jahre im Land wohnen (Quelle: Statistisches Bundesamt)
Der Soziologe Armin Nassehi warnte frühzeitig vor der „Maskulinisierung des öffentlichen Raums“
Die Folgen eines Männerüberschusses für die Gesellschaft dürften in der gesamten Bundesrepublik dramatisch sein. Selbst der linke Soziologe Armin Nassehi warnte bereits im Oktober 2015 in der Welt angesichts der Asylkrise vor einer „Maskulinisierung des öffentlichen Raums“. Nassehi führte aus: „Wer die Energie junger Männer nicht zu bündeln und zu kanalisieren weiß, erzeugt ein hohes Konfliktpotenzial. Zumal, wenn diese jungen Männer in patriarchalen Traditionen groß geworden sind. Wer vor dieser kulturellen Differenz die Augen verschließt, wird das Risiko von Segregation eingehen und beschwört die Gefahr von Kulturkonflikten hervor.“
Für diese Aussagen wurde er im eigenen Milieu massiv angefeindet, wenngleich die Realität ihm natürlich recht gab. Wer sehen will, wie sich Deutschland verändert hat, muss lediglich die Fußgängerzonen ablaufen.
„Wo es zu viele junge Männer gibt, wird getötet“
Auch der verstorbene Bevölkerungsforscher Gunnar Heinsohn schlug in eine ähnliche Kerbe und warnte vor einer Islamisierung und einem Leistungsabfall der deutschen Gesellschaft. „Wo es zu viele junge Männer gibt, wird getötet“, lautete seine 2003 populär gewordene These im Buch „Söhne und Weltmacht“.

Soziologe Gunnar Heinsohn warnte in seiner Funktion als Professor für Zivilisationsentwicklung an der Universität Bremen.
In der Welt erklärte Heinsohn: „Beim Abwandern gehen junge Männer zuerst. Das sind meist zweite, dritte Brüder. Der erste Sohn hat ja zu Hause eine Chance. Die anderen, die zu uns kommen, haben zu Hause keine Chance auf eine Position, und das heißt, sie haben auch keine Chance auf ein Familienleben. Und damit auch nicht auf ein legales Sexualleben. Deswegen haben wir auch in den arabischen Ländern Übergriffe, wie wir sie jetzt zwischen England und Deutschland und Schweden erleben.“
Die jungen Männer, die nach Deutschland kämen, würden größtenteils keine Qualifikationen haben. „Entweder sie können etwas. Dann steigen sie bei uns auf und haben außerhalb ihrer Religionsgruppe keine Schwierigkeiten, Partnerinnen zu finden. Das ist aber eine Minderheit. Bei etwa 90 Prozent sieht das anders aus.“
Lesen Sie auch:
461.000! So viele Nicht-EU-Migranten sind 2023 zu uns gekommen … und da sind die Ukraine-Flüchtlinge nicht mit eingerechnet!
Mehr NIUS:
Warkens Gesundheitsreform im Detail: Ein Schlag ins Gesicht Pflegebedürftiger
Musks Plan für die Zukunft im All
CDU-Fraktionschef und AfD-Spitzenkandidat: Reißt dieses Foto die „Brandmauer“ ein?
Kurz vor Amerikas 250. Geburtstag läuft es für Donald Trump nicht rund
Neue Claude-KI gibts nur mit Einschränkungen
Bundeshauptstadt des Bürgergelds: Ausgerechnet Bremen schmeißt den kritischen Jobcenter-Mitarbeiter raus
Merz bringt Merkels fatale Migrations-Parole: „Wir schaffen das!“
Verfassungsschutz: Extremisten in Berlin immer jünger, linker und islamistischer
Mehr NIUS:
Kurz vor Amerikas 250. Geburtstag läuft es für Donald Trump nicht rund
Neue Claude-KI gibts nur mit Einschränkungen
Bundeshauptstadt des Bürgergelds: Ausgerechnet Bremen schmeißt den kritischen Jobcenter-Mitarbeiter raus
Merz bringt Merkels fatale Migrations-Parole: „Wir schaffen das!“
Verfassungsschutz: Extremisten in Berlin immer jünger, linker und islamistischer
Keir Starmer kniete für George Floyd, schwieg aber monatelang zu Henry Nowak
Merz’ katastrophale Kommunikation – die große Analyse
Wie die EU mit dem „Democracy Shield“ den Generalangriff auf die neuen Medien plant
Björn Harms
Artikel teilen
Kommentare