Geheimdienst Mossad lässt tausende Pager in den Hosen von Hisbollah-Terroristen explodieren: Wie ein eiserner Tritt in die Eier
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Mit einem in der Militärgeschichte einmaligen Schlag hat Israel die schiitische Terrororganisation Hisbollah empfindlich getroffen, tausende Kämpfer wurden im selben Moment individuell körperlich attackiert. Eine Lektion, die erteilt werden musste – und entsprechend gewürdigt wird. Allerdings nicht von den notorischen Israelfeinden unter uns.
Es war ein „präsidentsloser“, wie Annalena Baerbock sagen würde, also präzedenzloser Schlag, den Israel gestern einem erklärten Todfeind versetzte: Die gleichzeitige Explosion von hunderten Pagern, die von den Hisbollah-Terroristen zur internen Kommunikation genutzt werden, war spektakulär und dürfte den Nimbus der Unbesiegbarkeit, der die schiitische Miliz im islamischen Raum umgibt, erheblich angekratzt haben. Ein Dutzend Terroristen wurde dabei getötet, über 2700 verletzt, davon 200 schwer, so jedenfalls die Angaben der Dschihadistenorganisation (NIUS berichtete).

Ein Meme nimmt das plötzliche Ableben von Hisbollah-Terroristen auf die Schippe.
Die Möglichkeit einer Überhitzung der Batterien wird aufgrund der Intensität der Explosion weitgehend ausgeschlossen, es machen Spekulationen die Runde, denen zufolge der israelische Geheimdienst die Lieferkette infiltriert hat, von Geräten aus Taiwan ist die Rede und von einer Briefkastenfirma in Budapest, die in den Deal involviert gewesen sein soll. Wahrscheinlicher ist indes, dass der Geniestreich über einen längeren Zeitraum geplant und vorbereitet worden sein muss, also der israelische Geheimdienst selbst der Hisbollah 1000 Pager geliefert hat, die nun in den Hosentaschen und vor den bärtigen Dschihadistengesichtern nach zehnmaligem Piepen explodierten. Und vor den Augen des iranischen Botschafters, der offensichtlich höchstpersönlich in das Kommunikationsnetz der Hisbollah eingebunden ist.
Sky News Arabia zitierte Quellen, nach denen der israelische Spionagedienst PETN, ein hochexplosives Material, auf den Batterien der Geräte platziert und sie zur Detonation gebracht habe, indem er die Temperatur der Batterien aus der Ferne erhöhte. Eine libanesische Sicherheitsquelle, die von Al Jazeera zitiert wurde, behauptet, dass in jedem Pager ein weniger als 20 Gramm schwerer Sprengstoff platziert worden sei. Die New York Times meldet, der Mossad habe Lieferung von Pagern eines taiwanesischen Herstellers vor der Ankunft im Libanon abgefangen und mit jeweils 25-50 Gramm Sprengstoff bestückt.
Die Pager waren neu angeschafft worden, nachdem Hisbollah-Führer Scheich Nasrallah befohlen hatte, keine Mobiltelefone mehr zu gebrauchen, weil die Benutzer vom israelischen Geheimdienst aufgespürt werden könnten. Ein Hisbollah-Mitglied erklärte gegenüber The Associated Press, dass es sich bei den Pagern um eine neue Marke handele, die die Gruppe zuvor nicht verwendet habe – möglicherweise also made in Israel.

Ob nun auch gegen einen „Testizid“ demonstriert wird wie auf diesem bearbeiteten Bild?
Die Aufnahmen der explodierenden Pager, die nun medial und in den sozialen Netzwerken verbreitet werden, sind ein schwerer Schlag für die Sicherheit der Hisbollah und verdeutlichen, dass Israel sogar in die Taschen der Mitglieder der Terrorgruppe greift. Wimmernde Dschihadisten, die sich mit blutenden Genitalien am Boden krümmen, sind das Schlimmste, was den martialisch-viril auftretenden Hisbollah-Terroristen passieren konnte.
Doch auch ein derart chirurgischer Schlag, der keine zivilen Kollateralschäden verursacht, weil nur die Kämpfer selbst sie „am Mann“ tragen, wird Israel hierzulande von notorischen Hamas- und Hisbollahverstehern krummgenommen: Lamya Kaddor, Abgeordnete der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und als Mitglied des Innenausschusses Berichterstatterin ihrer Fraktion für die Beziehungen zum Nahen Osten, wittert gar eine „Eskalation“: „Sollte sich bewahrheiten, dass er [sic!] israelische Geheimdienst dahinter steckt, wäre das eine weitere Eskalationsstufe hin zu einer kriegerischen Auseinandersetzung mit der #Hezbollah . Etwa 100 Pager sind explodiert, es heißt 10 Tote bisher.“

Die Hisbollah, die sich Israels Vernichtung auf ihre Fahnen geschrieben und seit dem 7. Oktober 2023 mehr als 9000 Raketen auf den Norden Israels abgefeuert hat (unter anderem töteten sie ein Dutzend drusischer Kinder auf einem Sportplatz auf den Golan), scheint Lamya Kaddor weniger zu stören als deren Bekämpfung. Offenbar hat der Umstand, dass zu ihrer Zeit als Religionspädagogin fünf ihrer Schüler als Dschihadisten in den syrischen Bürgerkrieg zogen, sie nicht nachhaltig von islamistischen Bestrebungen entfremdet.
Auch die SPD-Politikerin Sawsan Chebli, in den Social Media seit dem Massaker vom 7. Oktober und dem daraus resultierenden Krieg gegen die Hamas im Gazastreifen in ihrer Paraderolle als Opfer auftretend, ist ob des Schlages gegen die Hisbollah tief betrübt, was ihr Eintreten für die „Zivilbevölkerung in Gaza“ als reinen Vorwand bloßstellt: „Und hier wird darüber gejubelt. Bin so angewidert. So erschüttert.“ Eine hodenlose Unverschämtheit des jüdischen Staates, gewissermaßen. Und dies war ihre erste Reaktion:

Andernorts herrscht Bewunderung und gar nicht klammheimliche Freude über das Husarenstück der Israelis. Kein Wunder: Seit um das Jahr 1970 herum der Mossad über einen palästinensischen Kollaborateur die PLO mit präparierten Handgranaten belieferte, die statt mit der üblichen drei Sekunden Verzögerung nur eine halbe Sekunde nach Ziehen des Splints explodierten und ihre Benutzer in die Luft sprengten, hat Israel seine Verteidigungsfähigkeit mit hoher Intelligenz und vorzüglichen Fähigkeiten ausgebaut. Mit gezielten Tötungen von Terrorfürsten wie zuletzt etwa Hamas-Führer Ismail Haniyeh (NIUS berichtete) stellte das von Feinden umgebene Land immer wieder unter Beweis, dass sein langer Arm sie auch an Orten erwischen kann, an denen sie sich sicher fühlen.
Entsprechend hämisch wird der sensationelle Schlag gegen die großmäuligen Gotteskrieger im Internet kommentiert, allerlei Memes machen die Runde, etwa von einer Parade kriegsversehrter Hisbollah-Kämpfer

oder ein Cartoon, auf dem ein Dschihadist ohne Genitalien vor seinen 72 Jungfrauen im Paradies erscheint:

Ein anderes Meme zeigt einen Terroristen, der nach der katastrophalen Erfahrung mit den Pagern auf Brieftauben setzt – ein Gag, der gewiss bald von Correctiv oder dem BR-Faktenfuchs als „Fake News“ entlarvt wird.

Und im Iran wird angeblich spekuliert, ob der tödliche Hubschrauber-Unfall des Präsidenten Ebrahim Raisi im Mai dieses Jahres mit dem Pager zu tun gehabt haben könnte, der hier auf seinem Beistelltisch zu sehen ist.

Offiziell rühmt sich die israelische Politik, wie stets, des Schlags im Libanon nicht, auch wenn man nicht nur im Land selbst davon ausgeht, dass diese militärhistorisch einmalige Operation vom Mossad geplant und durchgeführt wurde. Das Versagen der Sicherheitsdienste vor dem Massaker am 7. Oktober ist damit zwar nicht vergessen, doch mit der Neutralisierung hochrangiger Hisbollah-Mitglieder, Angriffen auf militärische Infrastruktur wie Waffendepots und Schlägen wie diesem, die den Feind ins Mark treffen, stellt Israel sukzessive seine Abschreckungsfähigkeit wieder her – und das Vertrauen der Bürger in die Fähigkeit ihres Staates, Todfeinde zu treffen, bevor sie selbst zuschlagen können.
„Israelkritiker“ im Westen vergessen gern, dass der jüdische Staat in einer „sehr rohen Nachbarschaft“ (Ex-Premierminister Ehud Barak) existiert, bei der Kompromissbereitschaft und Kriegsmüdigkeit nur zu noch mehr Aggression anstacheln. „Nie wieder“ ist in Israel, anders als hier, keine für Sonntagsreden reservierte Phrase. Wer Israel angreift, bekommt auf die Zwölf, und zwar heftig. Und nur diese Lektion wird im Nahen Osten verstanden.
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Claudio Casula
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