Den Promis reicht's mit dieser Politik
Ein Beitrag von
Es ist ein öffentlicher, überfälliger Wutausbruch: Endlich sagen deutsche Stars unerschrocken ihre Meinung: Corona, Klima, Ukraine, Trump, Migration, Identitätspolitik – inmitten all dieser Themen-Minenfelder waren die deutschen Künstler immer stiller geworden, hatten die Regierung immer weniger kritisiert. Weder auf ihren Social-Media-Accounts noch am Roten Teppich gab es irgendein Anzeichen für Unzufriedenheit. Lange schien es, als gehe die Nachrichtenlage an ihnen vorbei. Nena galt vielen als Spinnerin, Til Schweiger als Trinker, Xavier Naidoo als Schwurbler, Sido als Kiffer, und all diejenigen, die bei der Satire-Aktion #allesdichtmachen mitwirkten, mussten sich noch lange dafür rechtfertigen. Einzig Jan-Josef Liefers und Dieter Bohlen kamen mit ihren kritischen Statements davon.
In der Branche herrscht ein Klima der Angst und Vorsicht. Die einen positionieren sich klar auf der Seite der vermeintlich guten Sache, wie Schauspielerin Karoline Herfurth, die von einer Reichensteuer und von einem AfD‑Verbot träumt. Stars wie Giovanni Zarrella halten sich dagegen meist bedeckt.

Äußert sich immer wieder zu politischen Themen: Pop-Titan Dieter Bohlen
Jetzt kommt Bewegung rein
Am Wochenende versammelte sich die Bildschirm-Boheme in Berlin zur EMMY-Party. Und dort entlud sich auf Nachfrage des YouTube-Channels Tik Online der ganze Zorn auf den Berliner Bürgermeister Kai Wegner und seine Stromausfall-Lügen, auf die Bundesregierung und die Brandmauer.
Moderatorin und Schauspielerin Caroline Beil kommentiert den Rückzug von Kai Wegner aus dem Wahlkampf für die Abgeordnetenhauswahl in Berlin: „Richtig so. Ein Mensch, der lügt und Tennis spielt, während 45.000 Haushalte ohne Strom sind, sollte auch schleunigst zurücktreten, finde ich.“ Beil fügte hinzu: „Solche Pfeifen braucht keiner, sorry.“
Noch drastischer wird ihre Kollegin Tina Ruland. „Was in der Politik im Moment passiert, geht auf keine Kuhhaut“, so die Manta-Manta-Darstellerin. Sie würde sich wünschen, dass die amtierenden Politiker mal darauf hören würden, was der Souverän, „nämlich wir, die Arbeitgeber dieser Politiker“, sagt. Stattdessen, so Ruland weiter, sei es Normalität, dass das Volk nur noch angelogen werde. „Es wird was ausgesprochen und dann wird es einfach wieder zurückgenommen und niemand schert sich mehr.“
Frühling-Star Simone Thomalla nimmt ebenfalls kein Blatt vor den Mund: Man lebe in einer Demokratie, in der man nicht mehr sagen könne, was man denkt. „Und immer diese Verbote. Verbieten, verbieten, verbieten, AfD verbieten. Nein – sich um die Probleme kümmern der Menschen, die sie dahin bringen, die AfD zu wählen. Das ist die Alternative, und nicht immer nur verbieten!“
Es scheint, dass sich immer mehr deutsche Promis trauen, ihre Meinung zu sagen, auch wenn sie nicht in den linksgrünen Tunnel passt: Am Samstag sprach der erfolgreiche YouTuber „MrWissen2go“, bürgerlich Mirko Drotschmann, im Podcast-Interview mit Paul Ronzheimer offen über Missstände an deutschen Schulen, Migranten im Klassenzimmer und Corona-Fehler: Junge Menschen seien in der Pandemie extrem allein gelassen worden. Heute zieht Drotschmann ein klares Fazit: „Im Nachhinein finde ich, die Schulschließungen und auch die Kita-Schließungen, das war die falsche Entscheidung. Das hätte man anders machen müssen.“
Sein Fazit: „Ich glaube, wir haben uns da wirklich Dinge angetan, die noch lange nicht verheilt sind. Und die Medien haben da auch ihre Rolle gespielt, definitiv.“ Gerade im Osten hätten manche Menschen das Gefühl: „Das hatten wir doch schon mal, dass die Medien das sagen, was auch die Politiker sagen.“

Drotschmann wurde bereits vom Bundespräsidenten ausgezeichnet.
Plötzlich packen alle aus
Selbst der Bildungs-YouTuber, der fürs ZDF arbeitet, wird deutlich. Ist es der Frust darüber, dass beim großen Schuldenpaket Schulsanierungen so gut wie keine Rolle spielen? Auch die Folgen der Migration seien in deutschen Klassenzimmern deutlich spürbar, so Drotschmann: „Wenn die Leute schon mit schlechten Deutschkenntnissen starten und das sich auch nicht bessert im Laufe der Jahre, wie sollen die dann irgendwann mal eine Berufsausbildung machen und im Berufsleben ankommen?“
Und noch ein deutscher Promi machte am Wochenende seinem Ärger Luft: Unternehmer Frank Thelen gilt als konservativ. Alle Versuche seitens linker Medien, ihn zum Schweigen zu bringen, sind gescheitert. Im Interview mit Bild am Sonntag zieht Thelen eine bittere Bilanz der Regierungspolitik. „Wir haben das Thema Migration, wir haben das Thema Infrastruktur. Es gibt eben keine Steuerreform, es gibt keine Reform, mit der der Sozialstaat kleiner gemacht wird und der Mittelstand, der Hartarbeitende, wieder mehr hat.“
Thelen sagt weiter, er habe durch seine politischen Äußerungen intensiven Gegenwind bekommen und viel Geld dadurch verloren. Thelen: „Ich habe mich zudem sehr stark gegen die Energiepolitik der Grünen geäußert, Debatten dazu im Fernsehen geführt, und daraufhin haben Kunden, Investoren, Kooperationspartner wirklich innerhalb von zwei, drei Tagen Projekte in Millionenhöhe gekündigt. Eine konservative Politik, für die ich stehe, war einfach nicht so angesagt. Da sind viele, viele Millionen zusammengekommen.“
Anders als viele Deutsche habe er aber Reserven, so Thelen: „Ich habe das große Glück, dass ich ein relativ großes Vermögen habe. Ich kann das wegstecken, aber ein Mittelständler, ein Selbstständiger kann das nicht. Und genau das ist das Problem.“
Weiter sagt Thelen: „Meine Überzeugung ist: Die Brandmauer hat Deutschland geschadet. Und damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich will keine AfD-Regierung, aber ohne die Brandmauer wäre der Verhandlungsspielraum größer, und wir hätten heute eine stärkere CDU/CSU.“
Endlich geht ein Aufschrei durch die Unterhaltungsbranche. Wer sonst sollte sich eine eigene Meinung erlauben, wenn nicht Menschen mit viel Geld und viel Reichweite? Doch es gibt noch die Promis, die sich gern bedeckt halten – sei es, weil sie schon Shitstorms erlebt haben oder aus Karriere-Kalkül. In der aktuellen Folge des Podcasts „Mit den Waffeln einer Frau“ sprach TV-Koch Tim Mälzer jetzt mit Barbara Schöneberger genau darüber: „Es ist doch ein dünnes Eis geworden, wenn Du einfach mal so daherplapperst und nicht wirklich jede Aneinanderreihung der Worte berücksichtigst, wie denn eventuell die Wirkung von welcher Seite auch immer wahrgenommen werden könnte. Und deshalb praktiziere ich das jetzt schon seit längerer Zeit: Einfach mal die Fresse halten.“
Doch diese dunkle Ära dürfte jetzt zu Ende gehen. Jetzt heißt es immer öfter: Einfach mal den Mund aufmachen!
Haben Sie einen Hinweis zu diesem Thema? Hier können Sie uns schreiben.
Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.
Mehr NIUS:
Thomalla, Ruland, Beil: Schauspielerinnen schießen gegen Kai Wegner und Bundesregierung
Antisemit der Woche: Türkischer Außenminister Hakan Fidan erklärt Israel zum „Problem für die gesamte Menschheit“
Landshut: Busfahrer stoppt Linienbus für islamisches Gebet
Er will das System stürzen: Das ist der Linksradikale im Zebrakleid
Dieter Bohlen rechnet hart mit der Regierung ab: „Mir ist jetzt auch klar, warum das PO-litik heißt – weil die fürn Arsch ist!“
Angriffe gegen Journalisten? Kein Problem: Rot-Rot-Grün ist die Koalition der politischen Gewalt
Antisemit der Woche: UN-Sonderberichterstatterin Reem Alsalem leugnet, dass israelische Frauen von der Hamas vergewaltigt wurden
Nach zwei Jahren NIUS-Berichterstattung über den NGO-Komplex: Karin Prien will Projekte zukünftig vom Verfassungsschutz prüfen lassen
Mehr NIUS:
Er will das System stürzen: Das ist der Linksradikale im Zebrakleid
Dieter Bohlen rechnet hart mit der Regierung ab: „Mir ist jetzt auch klar, warum das PO-litik heißt – weil die fürn Arsch ist!“
Angriffe gegen Journalisten? Kein Problem: Rot-Rot-Grün ist die Koalition der politischen Gewalt
Antisemit der Woche: UN-Sonderberichterstatterin Reem Alsalem leugnet, dass israelische Frauen von der Hamas vergewaltigt wurden
Nach zwei Jahren NIUS-Berichterstattung über den NGO-Komplex: Karin Prien will Projekte zukünftig vom Verfassungsschutz prüfen lassen
Bayern zahlte 2025 mehr als 651 Millionen Euro für die Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge
Antisemit der Woche: Dunja Hayali verbreitet Unwahrheiten über Israel und den US-Vertrag mit dem Iran
So konstruiert die Islam-Organisation „CLAIM“ mit Millionen Steuergeld „antimuslimischen Rassismus“
Melanie Grün
Artikel teilen
Kommentare