Antisemit der Woche: Dunja Hayali verbreitet Unwahrheiten über Israel und den US-Vertrag mit dem Iran
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In Zeiten grassierender Judenfeindlichkeit, die längst auch in Teilen der Politik angekommen ist, wollen wir die schlimmsten Ausfälle sichtbar machen. Dafür verleiht NIUS jeden Freitag die „Goldene Wassermelone“ – einen Negativ-Preis für besonders auffällige Antisemiten. Die Wassermelone steht wegen ihrer Farben für die Palästina-Solidarisierung und damit auch für den Hass auf den jüdischen Staat. Diese Woche heißt unsere Preisträgerin Dunja Hayali.
Wer die Nachrichtensendungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks kennt, erwartet vom ZDF keine sachliche, der Wahrheit entsprechende Berichterstattung, insbesondere dann nicht, wenn es um den Nahostkonflikt geht. Doch die Dreistigkeit, mit der im heute-journal dieser Tage ein Bericht über die Lage im Libanon anmoderiert wurde, überraschte selbst hartgesottene Zwangsbeitragszahler.
Nachdenklich und besorgt blickt Dunja Hayali in die Kamera. Den Beitrag zum 14-Punkte-Plan zum Iran-Abkommen, das US-Präsident Trump schließen will, kündigt die Moderatorin so an: „… ein Friedensabkommen. Angeblich soll ab morgen verhandelt werden, und das, obwohl der 14-Punkte-Plan nicht eingelöst wird, insbesondere von Israel. Dessen Regierung hält sich nicht an Punkt 1 der Rahmenvereinbarung und damit dann auch nicht an die erst gestern erneuerte Waffenruhe mit der Terrorgruppe Hisbollah.“
Israel ist mal wieder an allem schuld
Womit Dunja Hayali zwar die islamistische Schiiten-Miliz im Libanon korrekt bezeichnet, doch angeblich ist es nicht diese vom Iran finanzierte und bewaffnete Terrortruppe, die das „Friedensabkommen“ torpediert, sondern Israel. Nach dem bewährten Motto „Alles begann damit, dass Israel zurückschlug“ wird der Grund für die israelischen Angriffe auf die Hisbollah-Infrastruktur (und nicht auf „den Libanon“, wie es im Filmbeitrag heißt) einfach mal weggelassen und die israelische Reaktion auf einen Angriff, bei dem fünf israelische Soldaten starben, zum Sabotageakt des „Friedensabkommens“ umgedeutet.
Eines Abkommens, an dem Israel nicht beteiligt ist, das Donald Trump aus politischen Gründen will, Israel aber ablehnt, weil es dem Mullah-Regime, das von der Vernichtung des jüdischen Staates träumt und aktiv daran arbeitet, nur Vorteile bringt. Israel ist kein Unterzeichner des Abkommens, kann also auch nicht gegen Punkt 1 der Rahmenvereinbarung verstoßen.
Dass der Iran seinen Kettenhund Hisbollah Israel angreifen lässt (was eine Reaktion zwingend erforderlich macht), hat damit zu tun, dass das Regime die laufenden Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon zunichtemachen will. Kennern der Region ist das bekannt, nicht aber dem selbsternannten Qualitäts-Funk – oder er erwähnt es absichtlich nicht, um die ZDF-Zuschauer in seinem Sinne zu manipulieren.

Auch in Sachen Nahost zeigt Dunja Hayali Haltung – zuungunsten Israels.
Israelis böse, Mullahs gut
Im folgenden Beitrag sagt Hayalis Kollege Carsten Rüger dann: „Es sind wohl diese Bomben, die das Fass zum Überlaufen bringen. Auch am zweiten Tag nach Unterzeichnung der Absichtserklärung greift Israel noch immer den Libanon an, obwohl auch hier die Waffen schweigen müssten. Gestern hielt das Regime im Iran noch die Füße still (…)“. Und schon steht Israel als wildgewordener Saboteur des segensreichen Friedensabkommens da, während die Mullahs als vernunftgeleitete Wesen mit kühlem Kopf reagieren – schöner kann man den Wolf nicht zum Schaf umstylen.
Nun hat Dunja Hayali in Sachen Desinformation schon länger eine gewisse Reputation – man denke an ihre Lügen über den ermordeten Charlie Kirk und das KI-Fakevideo über Einsätze des ICE in den Vereinigten Staaten, aber auch an die Verharmlosung von Kriminalität im öffentlichen Raum.
Aber auch ihr äußerst negatives Bild von Israel, das sie gern in die Öffentlichkeit trägt, ist hinlänglich bekannt. Sobald es um das Thema geht, spricht sie sich tadelnd über den jüdischen Staat aus. Bei Facebook teilte sie schon 2014 eine berüchtigte Propaganda-Grafik, die das angebliche Schrumpfen Palästinas visualisiert, unhistorisch Eigentums- und Souveränitätsrechte suggeriert, Israel Landnahme unterstellt und wichtige politische Entwicklungen, Kriege und so weiter auslässt. Auf die heftige Kritik reagierte sie mit der Erklärung, sie habe einen „Diskussionsanstoß“ geben wollen.

Propaganda-Karte, von Hayali bei Facebook gepostet.
Im Oktober 2025, als israelische Geiseln gegen verurteilte, in Israel inhaftierte palästinensische Straftäter ausgetauscht werden sollten, sprach Hayali im Morgenmagazin von „palästinensischen Geiseln“. Diese seien „auch ganz normale Palästinenser, die bisher in israelischen Gefängnissen gesessen haben“. Den handfesten Skandal, verurteilte Terroristen und Mörder als „Geiseln“ bezeichnet zu haben, wertete das ZDF als „Fehler“, „einen Versprecher, da die Moderatorin während der Moderation offensichtlich stockte und nach der korrekten Formulierung suchte, die ihr in diesem Moment der Live-Situation nicht einfiel“. Man dürfte hingegen nicht falsch liegen, wenn man der eloquenten Hayali unterstellt, dass sie schon sehr genau weiß, was sie sagt, und ihr keine „unbeabsichtigte“ Bemerkung einfach mal so rausrutscht.
Die Beweisstücke für Hayalis Problem mit dem jüdischen Staat gehen allerdings noch darüber hinaus. 2024 setzte Dunja Hayali die terroristische Hamas und die israelische Regierung in einem Pamphlet mit der Überschrift „Was bringt der ganze Hass?“ gleich, und das nicht nur einmal. Darin betonte Hayali ihre moralische Äquidistanz zu den palästinensischen Terroristen und der gewählten Regierung in Jerusalem. Sie sei gegen die Massaker des 7. Oktober, aber auch gegen das militärische Vorgehen („Bombardieren“) der israelischen Streitkräfte.
So viel Naivität mag man Dunja Hayali gar nicht nachsagen, sie stellt ganz bewusst die Hamas, eine Dschihadisten-Miliz, die so viele Juden wie möglich umbringen will und die dafür auch gern die eigene Bevölkerung bluten lässt (je mehr Leid, desto besser für die Propaganda), und den Staat Israel, der sich dieser Attacken erwehren muss, auf eine Stufe. Aber sie ist ja nur für den Frieden!
2023 war Hayali redlich bemüht, die Kritik an aggressiven Demonstranten auf einer der zahlreichen antiisraelischen Kundgebungen in Berlin zu entschärfen. Dort waren Parolen wie „Tod den Juden“ und „Tod Israel“ gebrüllt worden. Bei Twitter schrieb die ZDF-Frau: „bleibt abzuwarten, ob das gerufene mit blick auf die meinungsfreiheit auszuhalten ist, oder doch schon unter volksverhetzung fällt. ‚Tod Israel‘ ist zb ein unterschied zu ‚Tod den J*d*n‘…also abwarten.“

Feiner Unterschied: „Tod Israel“ und „Tod den J*d*n“
„Tod Israel“ zu rufen, ist also für sie noch eine legitime Forderung und nicht per se antisemitisch, auch wenn man Israel als einzigem Staat den Tod wünscht, dessen Bewohner wohl rein zufällig zu 80 Prozent Juden sind.
Tja, was ist Volksverhetzung?
In einem weiteren Tweet schrieb Hayali dann: „Was ist Volksverhetzung?! Das ist eine formaljuristische Diskussion. Darum geht es. Äußerungen gegen einen Staat, ohne direkten Aufruf zur Gewalt, sind nicht strafbar.“ Dieser Logik zufolge muss man nicht zwingend aus der Parole „Tod Israel!“ einen Call-to-Action, einen Aufruf zur Gewalt, herauslesen, es ist ja auch theoretisch möglich, dass die Israel-Hasser auf den Demos auch damit zufrieden wären, wenn der jüdische Staat aus anderen Gründen krepiert, etwa an einer Seuche oder dem Klimawandel.
Terroristen sind für Dunja Hayali also „ganz normale Palästinenser“, lächerliche Propagandakarten sind ein „Diskussionsanstoß“, Israel ist so schlimm wie die Hamas, torpediert Abkommen, an denen es gar nicht beteiligt ist, ist damit ein Hindernis für den Frieden, und „Tod Israel“ ist nicht dasselbe wie „Tod den J*d*n“, die Hayali lieber nicht ausschreiben mag.
Mit solchen Einstellungen heimste Hayali schon etliche Ehrungen ein. Etwa den Solinger Ehrenpreis für das geschliffene Wort („Die Schärfste Klinge“) als Würdigung ihres „wortstarken Eintretens für eine offene, tolerante und bunte Gesellschaft, in der sie ihr geschliffenes Wort zum Wohl der Gemeinschaft nutzt“. Oder die Georg-Elser-Auszeichnung, für ihren „Einsatz für die Demokratie sowie ihren Mut, sich im öffentlich-rechtlichen Rundfunk schützend vor Andersdenkende zu stellen und sich Hass entgegenzuwerfen“. Und den Toleranz-Preis der Evangelischen Akademie Tutzing in der Kategorie „Zivilcourage“ für ihr besonderes Engagement gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus.
Nur das besondere Engagement gegen Antisemitismus wurde noch nicht gewürdigt. Seltsam.
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