Bayern zahlte 2025 mehr als 651 Millionen Euro für die Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge
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Allein im Jahr 2025 hat der Freistaat mehr als 651 Millionen Euro Steuergeld für die Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge ausgegeben. Das geht aus einer Anfrage der AfD-Politiker Florian Köhler, Oskar Lipp und Johannes Meier hervor, die NIUS exklusiv vorliegt.
Demnach lagen die durchschnittlichen Unterbringungskosten für ukrainische Flüchtlinge in Bayern bei über 14.000 Euro pro Unterbringungsplatz und Jahr. Bei rund 46.500 Ukrainern, die Ende 2025 laut Staatsministerium staatlich untergebracht waren, ergibt sich daraus ein Betrag von über 651 Millionen Euro allein für das Jahr 2025. Die Summe bezieht sich ausschließlich auf ukrainische Flüchtlinge und umfasst keine weiteren staatlichen Leistungen wie Bürgergeld oder Kindergeld, die die Flüchtlinge gegebenenfalls zusätzlich erhalten.

Die AfD-Fraktion fragte nach den finanziellen Auswirkungen ukrainischer Flüchtlinge in Bayern.
Ministerium antwortete zuerst unzureichend
Um die Unterbringungskosten für ukrainische Flüchtlinge zu erfahren, stellte die AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag bereits im Mai eine Anfrage an das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration. Darin ging es um Kosten, Leistungszuständigkeiten und finanzielle Auswirkungen durch ukrainische Flüchtlinge in Bayern.
In der Antwort der Staatsregierung hieß es auf mehrere Fragen der AfD unter anderem, eine belastbare Auswertung der durch ukrainische Flüchtlinge verursachten Kosten sei nicht möglich. Die AfD-Abgeordneten monierten daraufhin die aus ihrer Sicht unzureichende Beantwortung mehrerer Fragen. Erst danach erhielt die Fraktion die nun NIUS vorliegende Antwort.
Staatsregierung wollte „wahre Ukraine-Kosten nicht offenlegen“
Aus der AfD kommt deshalb deutliche Kritik am Bayerischen Staatsministerium. Katrin Ebner-Steiner, Fraktionsvorsitzende der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag erklärt dazu: „Die Staatsregierung wollte die wahren Ukraine-Kosten nicht offenlegen – die AfD hat trotzdem nachgehakt und zumindest einen Teil der Zahlen ans Licht gebracht“.

Kritisiert das bayerische Staatsministerium scharf: Katrin Ebner-Steiner.

AfD-Politiker Johannes Meier war an der Anfrage an die Bayerische Staatsregierung beteiligt.
Zahl ukrainischer Flüchtlinge gestiegen
Eine Senkung der Unterbringungskosten für Ukrainer in Bayern ist demnach nicht zu erwarten. Zwischen Dezember 2022 und Mai 2026 stieg die Zahl ukrainischer Schutzberechtigter mit Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG in Bayern von 95.972 auf 163.381. Das entspricht einem Plus von 70 Prozent.

Am Münchner Hauptbahnhof kamen 2022 immer wieder ukrainische Flüchtlinge an. Damals lag die Zahl der Ukrainer mit Aufenthaltserlaubnis in Bayern noch bei 95.972.
Auch die Zahl der staatlich untergebrachten Ukrainer stieg von 36.000 Ende 2022 auf 46.500 Ende 2025. Gleichzeitig liegen der Bayerischen Staatsregierung keine eigenen Zahlen zur Erwerbstätigkeit dieser Gruppe vor. Auch die jährlichen Gesamtkosten der Kommunen werden nicht beziffert.
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