Ex-AfD-General Jan Wenzel Schmidt über den Parteifilz: „Fehlentwicklungen, die man normalen Menschen nicht mehr vermitteln kann“
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Jan A. KaronJan Wenzel Schmidt war bis zum Jahr 2025 Generalsekretär der AfD in Sachsen-Anhalt. Zudem saß er lange im Landesvorstand und ist seit 2021 Bundestagsabgeordneter. Die Vorwürfe der Klüngelei, der Vetternwirtschaft, falscher Abrechnungen und fragwürdiger Dienstreisen gehen auf seine Informationen zurück – und wurden in mehreren wütenden Mails an den Landesverband herangetragen.
Parteiintern sehen viele in ihm die Schlüsselfigur für die jetzt hochkommende Berichterstattung, die eine massive Hypothek für den Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund im Wahlkampf darstellen könnte.
Nun bricht Schmidt erstmals das Schweigen und berichtet im Gespräch mit NIUS über den Nepotismus der Partei, über fehlende Professionalisierung und die Partei als Beutegemeinschaft. Gegen Schmidt läuft seit Dezember 2025 ein Parteiausschlussverfahren. Grund hierfür sind Vorwürfe der Erpressung und Untreue, aber auch fragwürdige Geschäfte im Zusammenhang mit Diamanten und E-Tabak. Viele in der Partei sagen: Der Zwist mit der „Pokerrunde“ (einem einflussreichen politischen Entscheiderzirkel in Sachsen-Anhalt), der in Schmidts drohenden Mails gipfelte, ist der eigentliche Grund, weshalb man ihn jetzt ausschließen will. Drei Wochen später folgten die Presseberichte über den Vetternwirtschafts-Skandal.
Das ganze Interview hier anschauen:
Im Gespräch mit NIUS spricht Schmidt über die Vetternwirtschaft und die „Pokerrunde“ und ihre Radikalisierung, einen „Vernichtungsfeldzug“ gegen ihn und Einschüchterungsversuche gegen Parteikollegen, eigene Fehler, den Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund und die Rolle des Bundesvorstands im jetzigen Konflikt.
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