Merz blaffte krebskranke Bürgerin an: „Eine Entschuldigung wäre eigentlich drin“
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„Eine Entschuldigung wäre eigentlich drin“, sagt Silvia Dronsch aus dem niedersächsischen Suhlendorf. Beim Tag des Lokaljournalismus in Salzwedel war sie von Kanzler Friedrich Merz nicht nur angeraunt, sondern auch belogen worden: Obwohl geplant war, auch die Bezüge des Bundeskanzlers anzuheben, verneinte dieser auf Nachfrage rigoros. Silvia Dronsch fordert im Interview mit NIUS deshalb Reue vom Kanzler.
„Zu keinem Zeitpunkt, zu keinem Zeitpunkt, ist von irgendjemandem erwogen worden, die Bezüge der Mitglieder der Bundesregierung anzuheben“, sagte Friedrich Merz in Salzwedel, nachdem Dronsch den Kanzler fragte, warum die Vorsorgeuntersuchungen für Hautkrebs nach der jüngsten Gesundheitsreform nun nicht mehr von den Kassen getragen werden – während die Gehälter für Spitzenbeamte ursprünglich ansteigen sollten. Betroffen gewesen wäre damit auch der Lohn des Kanzlers.
Doch trotz der offenen Lüge setzte er noch einmal an: „Alles andere ist eine falsche Behauptung und ich wäre Ihnen einfach dankbar, wenn Sie das nicht ungeprüft wiederholen.“ Silvia Dronsch, die selbst vergangenes Jahr an schwarzem Hautkrebs erkrankte, sagt, sie hätte in dem Moment genau gewusst, dass der Kanzler lügt, und vermutet: Merz stand „mit dem Rücken an der Wand“. Dabei hätte sie von Merz eigentlich nur erwartet, „dass er aufrichtig seinen Bürgern gegenüber ist“.
Sehen Sie hier das vollständige Interview:
Nach dem Auftritt erhält Dronsch viel Zuspruch und will doch noch einmal versuchen, den Kanzler zu erreichen: „Ich habe mir tatsächlich gestern schon die Telefonnummer vom Kanzleramt in Berlin herausgesucht.“ Sogar positive Zuschriften aus den USA erreichen sie. Ob sie doch noch eine adäquate Antwort vom Kanzler erhält? Dronsch will hartnäckig bleiben: „Mal gucken, wie weit ich komme.“
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