Wie volksnah ist Bling-Blingbeil? Seine 800-Euro-Uhr findet der Minister nicht teuer …
Ein Beitrag von
Im Zeit-Podcast „Eine Stunde Zeit mit …“ gibt Finanzminister Lars Klingbeil ungewöhnlich private Einblicke in seine Herkunft und sein Verhältnis zum Geld. Offen erzählte der SPD-Politiker von seiner Kindheit, der finanziellen Lage seiner Familie und einem überraschenden Wendepunkt, der das Leben der Klingbeils schlagartig veränderte. Es geht auch um seine 800-Euro-Uhr.
„Fällt es Ihnen schwer, sich teure Dinge zu leisten oder zu gönnen?“, wird Klingbeil gefragt.
Klingbeil: „Ich sage mal, es kommt darauf an: Wenn ich jetzt mit meiner Familie in den Urlaub fahre, dann habe ich gar kein Problem, auch mal ein Hotel zu buchen, was vielleicht (...) mehr kostet. Aber ich bin jetzt keiner, der 30.000 Euro für eine Uhr ausgeben würde.“ Er trage eine Uhr der Marke Garmin, „die kostet irgendwie so 800 Euro und misst mit, wie fit ich bin.“ Offenbar fällt eine 800-Euro-Uhr für den Finanzminister nicht unter „teure Dinge“.
Zu der Uhr gibt der Sozialdemokrat dann noch eine Anekdote zum Besten. Die Uhr habe neulich angezeigt, dass er sich in einer Talkshow wahnsinnig aufgeregt habe! Klingbeil: „Ich war in einer Fernsehsendung, da ging die an mit: ‚Abnormal hohe Herzfrequenz‘.“ Möglicherweise meint Klingbeil damit seinen Auftritt bei Caren Miosga – da geriet der Finanzminister ordentlich ins Schwitzen. Aber jetzt gerade sei alles okay: „Ich bin tiefenentspannt gerade.“

Klingbeil zu Gast bei Caren Miosga
500.000 Mark im Lotto gewonnen
Klingbeil spricht auch über seine Eltern, die eher einfache Leute gewesen seien. „Meine Eltern haben beide ihre Jobs gehabt, mein Vater als Unteroffizier, meine Mutter als Verkäuferin. Und beide sind nebenbei noch Taxi gefahren.“ Und: „Sie haben beide auf ihr Erbe verzichtet – kleine Erbschaften –, aber die wollten das nicht wegen Streitereien mit den Geschwistern.“
Hier berichtet Klingbeil im Zeit-Podcast über seine Jugend und Eltern:
Dann berichtet Klingbeil von der großen Wende im Leben der Eltern: „Mein Papa hat einmal im Lotto gewonnen. Also, das war eine ganz tolle Geschichte in unserer Familie.“ Er habe das als ausgleichende Gerechtigkeit für den Verzicht aufs Erbe und die vielen Jobs in der Zeit davor betrachtet. Die Eltern hätten sechs Richtige gehabt. Klingbeil: „Also, das waren so 500.000 Mark damals.“
Trotzdem seien es die einfachen Verhältnisse gewesen, die ihn prägten. Er sei in einem Wohnblock aufgewachsen, habe sich mit seiner Schwester ein Zimmer geteilt. Sein Vater habe damals neben seinem Job als Unteroffizier noch eine Firma aufgebaut, auch das dazugehörige Arbeitszimmer sei im Kinderzimmer untergebracht gewesen.
Mehr NIUS: Lars Klingbeil ist ein Ideologe – und die Spaltung der Gesellschaft sein Geschäft
Mehr NIUS:
Karl Lauterbach teilt bei Lanz aus: „Dieser Zirkus erinnert mich an das Lügen-Gerede von Lindner“
Plötzlich gegen die Brandmauer: Hat die Bild-Zeitung ihren AfD-Kurs geändert?
Die fatale Rolle der UNRWA: ZDF will TV-Doku über das Palästinenserhilfswerk nicht zeigen
Die Empörungswelle gegen die neue NIUS-Werbekampagne
„Ausgelassen gefeiert“: So verharmlost die Tagesschau die Gewalt von Paris
Neuer „Digitale Medien-Staatsvertrag“: Greift der Staat schon diesen Sommer nach den Algorithmen?
NIUS jetzt auch auf WhatsApp
CDU-Politiker Roland Koch über Schwarz-Rot bei Lanz: „Wir sind in einer Gefangenschaft mit der SPD“
Mehr NIUS:
Die Empörungswelle gegen die neue NIUS-Werbekampagne
„Ausgelassen gefeiert“: So verharmlost die Tagesschau die Gewalt von Paris
Neuer „Digitale Medien-Staatsvertrag“: Greift der Staat schon diesen Sommer nach den Algorithmen?
NIUS jetzt auch auf WhatsApp
CDU-Politiker Roland Koch über Schwarz-Rot bei Lanz: „Wir sind in einer Gefangenschaft mit der SPD“
Hitzewelle in Frankreich: Tagesschau erklärt ertrunkene Menschen zu Hitzetoten
Gabriel widerspricht Bas: Einwanderung in Sozialsysteme? „Na klar!“
Angriff auf die Pressefreiheit? Wie der Staat durch „Public Value” bestimmen will, was wir auf Social Media sehen
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare