Bayern will KI-Übersetzungen für Flüchtlinge – AfD kritisiert „Kapitulation statt Integration“
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Bayern will den Einsatz von KI-Tools zur unterstützten Übersetzung vorantreiben. Die AfD fürchtet eine Aushöhlung der deutschen Amtssprache und sieht darin eine Kapitulation.
Ein entsprechender Antrag von CSU und Freien Wählern zu KI-gestützten Übersetzungen wurde am Donnerstag im Wirtschaftsausschuss beraten und angenommen – gegen das Votum der AfD.
Die Begründung für den Antrag: Angesichts vieler in Deutschland lebender Menschen, die der deutschen Sprache nicht ausreichend mächtig sind, sei es „von zentraler Bedeutung, dass auch diese Menschen effektiv mit Behörden kommunizieren können“. Dafür wolle man ein KI-gestütztes Übersetzungstool anschaffen. Auch die Effizienz der Behörden soll so gesteigert werden.
AfD: Verzicht auf Deutschkenntnisse „Kapitulation statt Integration“
Die AfD sieht in dem Verzicht auf ausreichende Deutschkenntnisse eine „Kapitulation statt Integration“. „CSU und Freie Wähler geben den selbstverständlichen Anspruch auf, dass Menschen, die dauerhaft in Deutschland leben, unsere Sprache lernen und sich in unsere staatliche Ordnung einfügen“, so der stellvertretende AfD-Sprecher Richard Graupner. Die deutsche Amtssprache sei „keine beliebige Serviceleistung“, sondern Ausdruck staatlicher Hoheit, Rechtsklarheit und Selbstachtung, so Graupner weiter.
Für die AfD ist das politische Signal, das von dem Antrag ausgeht, fatal: „Wer fehlende Deutschkenntnisse dauerhaft technisch kompensiert, senkt den Integrationsdruck“ – und fördere Parallelstrukturen. Die AfD fordert: „Deutsch muss alleinige und verbindliche Amtssprache bleiben.“ CSU und Freie Wähler betrieben mit ihrem Antrag Klientelpolitik für Milieus, die sprachliche und kulturelle Anpassung ablehnen oder umgehen wollen.
Der Antrag soll voraussichtlich in der kommenden Woche in den Landtag kommen.
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