Sollen Sozialhilfeempfänger Berlin aufräumen? „Die haben sowieso den ganzen Tag nichts zu tun“
Wie kann Berlin sein Müllproblem bekämpfen? Ein Vorschlag des Berliner CDU-Spitzenkandidaten Stefan Evers sieht vor, Sozialhilfeempfänger zum Saubermachen zu verpflichten. NIUS hat sich in der Stadt umgehört und gefragt, was die Berliner von der Putz-Idee halten und ob nicht auch Asylbewerber für einen Pflichtdienst infrage kämen.
„Ich finde, wer staatliche Leistungen erhält und arbeiten kann, sollte der Gemeinschaft auch etwas zurückgeben – zum Beispiel, indem er dabei hilft, Berlin sauber zu halten“, sagte der neue CDU-Spitzenkandidat Evers vor wenigen Tagen der FAZ. Nach dem Abgang Kai Wegners soll er der Berliner CDU aus dem Umfrage-Destaster helfen.
Darauf angesprochen, dass Konservative von ihm erwarten würden, die Stadt wieder vom Müll zu befreien, sagt er der Zeitung: „Berlin war nie steril. Aber die zunehmende Vermüllung ist inakzeptabel. Wir steuern dagegen – mit drastischen Bußgeldern und Personal zur konsequenten Durchsetzung der Regeln.“ Unter dieses neue „Personal“ fiele nach seinen Wünschen dann auch Sozialhilfeempfänger.
Ein Vorschlag mit Spaltungspotential – wie sich auch bei der Umfrage in Berlins Straßen zeigt!
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Redaktion
Eric Steinberg
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