Exklusive INSA-Umfrage: AfD dominiert Sachsen-Anhalt deutlich – CDU fällt zurück, Linke legt zu
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Die AfD bleibt in Sachsen-Anhalt klar stärkste politische Kraft – und baut ihren strukturellen Vorsprung weiter aus. Das zeigt eine exklusive INSA-Umfrage für NIUS. Trotz leichter Verluste liegt die Partei mit 38 Prozent weiterhin deutlich vor der CDU, die auf 25 Prozent kommt. Der Abstand beträgt damit 13 Prozentpunkte.
Beide großen Parteien verlieren im Vergleich zur Januar-Erhebung jeweils einen Punkt. Doch während die CDU stagniert, zementiert die AfD ihre dominierende Stellung: Sie ist aktuell so stark wie CDU und Linke zusammen. Die Linkspartei verbessert sich leicht auf 13 Prozent (+2) und ist damit die einzige weitere Partei, die sicher im Landtag vertreten wäre. Die SPD rutscht auf 6 Prozent (-2) ab. FDP (3 Prozent), Grüne (4 Prozent) und das Bündnis Sahra Wagenknecht (5 Prozent) bewegen sich allesamt im Bereich politischer Unsicherheit.

AfD vor möglicher Machtperspektive
Besonders brisant: Rechnerisch wären parlamentarische Mehrheiten bereits ab 44 Prozent möglich. Gleichzeitig zeigen die Potenzialanalysen, dass die AfD ihr Ergebnis noch deutlich ausbauen könnte. Ihr maximales Wählerpotenzial liegt bei 45 Prozent – ein Zuwachs von sieben Punkten.
Auffällig ist dabei die Wählerwanderung: Jeder zweite zusätzlich mögliche AfD-Wähler käme von der CDU, jeder dritte von der FDP. Umgekehrt könnte auch die CDU profitieren – ihr maximales Potenzial liegt bei 37 Prozent, wobei 40 Prozent der möglichen Zugewinne von der AfD stammen könnten. Das Kräfteverhältnis ist damit in Bewegung – allerdings auf hohem Niveau zugunsten der AfD.

AfD-Spitzenkandidat Siegmund Ulrich
Wähler wollen AfD in Regierungsverantwortung sehen
Bemerkenswert ist auch die Stimmung in der Bevölkerung: 46 Prozent der Wähler wünschen sich die AfD in der Regierung – 30 Prozent sogar als führende Kraft, weitere 16 Prozent als Juniorpartner. Die CDU kommt hier insgesamt auf 41 Prozent Zustimmung (28 Prozent führend, 13 Prozent mitregierend). Damit liegt die AfD auch in der Regierungsfrage vor der CDU.

CDU-Ministerpräsident Sven Schulze
Bei den Koalitionspräferenzen zeigen sich klare Lager: CDU-Wähler bevorzugen eine Zusammenarbeit mit SPD und FDP. AfD-Wähler sehen am ehesten das Bündnis Sahra Wagenknecht und die CDU als mögliche Partner.
Schulze und Siegmund fast gleichauf
Auch personell bleibt das Rennen offen. In einer hypothetischen Direktwahl des Ministerpräsidenten liegt Amtsinhaber Sven Schulze (CDU) mit 29 Prozent knapp vor AfD-Herausforderer Ulrich Siegmund (27 Prozent).

Schulze punktet vor allem bei Frauen (31 zu 22 Prozent), Siegmund bei Männern (33 zu 27 Prozent). Der CDU-Politiker mobilisiert 79 Prozent seiner eigenen Wähler, Siegmund kommt auf 64 Prozent Zustimmung im AfD-Lager.
Interessant: Trotz des knappen Duells rechnen mehr Wähler mit einem Sieg Schulzes (32 Prozent) als mit einem Erfolg Siegmunds (28 Prozent). Der Amtsbonus wirkt – trifft jedoch auf die deutlich stärkere Parteibasis des Herausforderers.
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