Merz über krebskranke Bürgerin: „Ich bin sie nicht scharf angegangen“
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Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) weist den Vorwurf zurück, er sei eine krebskranke Bürgerin bei einem Bürgerdialog scharf angegangen. In der ZDF-Sendung „Was nun, Herr Merz?“ sagte Merz: „Also zunächst einmal bin ich sie nicht scharf angegangen, sondern ich habe ihr widersprochen in einer Behauptung, die sie aufgestellt hat, die einfach falsch war.“
„Aber ich kann die Kritik verstehen. Ich habe mir das noch mal angeschaut. Ja, (ich) verstehe die Kritik“, sagte der Kanzler. Eine öffentliche Entschuldigung blieb aus. Auf die Frage, ob er der Frau schreiben oder sie anrufen werde, antwortete Merz nur: „Also, das mache ich jedenfalls nicht über das Fernsehen.“
Der Vorfall hatte zuvor für Kritik gesorgt. Die krebskranke Silvia Dronsch hatte Merz bei einem Bürgerdialog gefragt, warum Vorsorgeuntersuchungen für Hautkrebs nach der Gesundheitsreform nicht mehr von den Kassen getragen würden, während zugleich auch höhere Bezüge für Spitzenbeamte geplant gewesen seien.
Merz hatte damals scharf widersprochen: „Zu keinem Zeitpunkt, zu keinem Zeitpunkt ist von irgendjemandem erwogen worden, die Bezüge der Mitglieder der Bundesregierung anzuheben.“ Weiter sagte er: „Alles andere ist eine falsche Behauptung und ich wäre Ihnen einfach dankbar, wenn Sie das nicht ungeprüft wiederholen.“
„Eine Entschuldigung wäre eigentlich drin.“
Dronsch hatte gegenüber NIUS erklärt: „Eine Entschuldigung wäre eigentlich drin.“ Merz bleibt nun im ZDF bei seiner Linie: Er habe nicht scharf reagiert, sondern einer aus seiner Sicht falschen Behauptung widersprochen.
NIUS traf Dronsch und gab ihr die Möglichkeit, ihre Perspektive zu erläutern:
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