Merz will Trump im September nach Rheinland-Pfalz einladen
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Bundeskanzler und CDU-Parteichef Friedrich Merz hat angekündigt, US-Präsident Donald Trump im September nach Rheinland-Pfalz einladen zu wollen – zum traditionellen Wurstmarkt in Bad Dürkheim. Bei dem Wahlkampfabschluss der Landes-CDU in Bad Dürkheim sprach Merz von einer „guten Gelegenheit“, den amerikanischen Präsidenten zu dem größten Weinfest der Welt zu holen.
„Der Wurstmarkt 1976 ist mir in allerbester Erinnerung“, sagte Merz vor den Parteianhängern, habe ihm aber vor Augen geführt, dass bereits 50 Jahre seit seinem letzten Besuch in der pfälzischen Stadt vergangen seien. Er setzte fort: „Ich habe mir gedacht, eigentlich wäre es eine gute Gelegenheit, jemanden einzuladen, diesen Wurtsmarkt im Jahr 2026 zu besuchen, von dem ich Sie herzlich grüßen soll.“ Er habe vor zweieinhalb Wochen mit Trump gesprochen. „Er hat mich gefragt, wann ich denn nächstes Mal nach Bad Dürkheim gehe. Ich habe gesagt: übernächste Woche. Und er hat mir ausdrücklich ausgerichtet, ich soll Sie herzlich grüßen.“
Der Kanzler will die Rückgrüße persönlich übermitteln. „Ich werde am Wochenende mit Trump sprechen und Grüße aus Bad Dürkheim übermitteln.“ Der Wurstmarkt werde in diesem Jahr am 11. September eröffnet – ein Datum, das für einen US-Präsidenten heikel sei, räumte Merz ein. „Ein schlechtes Datum, das Land zu verlassen“, in Anspielung auf Nine Eleven. Dennoch wolle er versuchen, Trump ein paar Tage später nach Bad Dürkheim zu bringen. Der Wurstmarkt dauere neun Tage und umfasse zwei Wochenenden. „Ich werde versuchen, ihn nach Bad Dürkheim zu bringen. Ich weiß nicht, ob es mir gelingt. Ich weiß auch nicht, ob alle begeistert sind. Zumindest für den Secret Service wird das ein Alptraum“, so der schmunzelnde Bundeskanzler.
Schnieder verteidigt Aussage zu Messergewalt
Zuvor hatte der rheinland-pfälzische CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder gesprochen und gesagt, er hielt den Ausgang der Landtagswahl am Sonntag nur für bedingt aussagekräftig für die Bundespolitik. „Wir kämpfen für Rheinland-Pfalz. Und hier geht es darum, dass wir stärkste Kraft werden“, sagte Schnieder.

Spitzenkandidat Schnieder sieht eine gute Chance für die CDU, bei der Landtagswahl am Sonntag stärkste Kraft zu werden.
Die Christdemokraten sitzen in Rheinland-Pfalz seit 35 Jahren in der Opposition. Für Sonntag lassen Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen der CDU von Schnieder mit der SPD von Ministerpräsident Alexander Schweitzer erwarten. Er sei „sehr zuversichtlich“, sagte Schnieder. „Zum ersten Mal seit gefühlt Jahrzehnten“ habe die CDU auch in den letzten Umfragen vor der Wahl einen stabilen Vorsprung. „Deswegen habe ich Zuversicht, dass das gelingen wird, dass wir stärkste Kraft werden, dass damit nicht nur nicht an uns vorbeiregiert werden kann, sondern dass wir die Regierung anführen werden und ich neuer Ministerpräsident dieses Landes werde.“
Schnieder sagte, er stehe zu seiner Aussage im Wahlkampf, dass Messergewalt in Deutschland „zugewanderte Kriminalität“ sei. Vor 2020 sei dieser Straftatbestand nicht extra in der polizeilichen Kriminalstatistik ausgewiesen worden. „Weil es eben auch die Jahre vorher keine typische deutsche Kriminalität war.“ Diese Wahrheit müsse man „ohne Schaum vor dem Mund“ aussprechen. „Die Menschen in diesem Land haben ein Recht darauf, 24 Stunden an allen Plätzen, bei Tag und Nacht, sich sicher fühlen zu können. Deswegen müssen wir auf diese Phänomene schauen, um dann auch richtig reagieren zu können.“
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