Rund eine Million Euro für 7 Tage im Regierungsflieger: Wadephul fliegt von Berlin nach New York nach Berlin nach New York nach Berlin
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- Außenminister Johann Wadephul kann bei keiner wichtigen Debatte fehlen. Deshalb fliegt er innerhalb von sieben Tagen von Berlin nach New York nach Berlin nach New York nach Berlin.
- Das ermöglichte es dem Minister, sowohl zu Beginn der Woche bei der UN als auch bei der Haushaltsdebatte im Bundestag teilzunehmen. Nach der Debatte ging es am Mittwoch wieder nach New York.
- Den Steuerzahler kostet das Regierungsflieger-Abenteuer rund eine Million Euro – nur für das Flugzeug.
Es war ein spannender Terminplan, den Außenministeriumssprecher Martin Giese am vergangenen Freitag verkündete: Außenminister Wadephul wird im wahrsten Sinne des Wortes auf mehreren Partys tanzen. Anlässlich der 80. Generaldebatte der UN-Generalversammlung wolle der Außenminister nach New York City reisen. Und er tat es auch. Am Montagmorgen startete der Regierungsflieger vom Typ A350 in Richtung Westen.

Montagmorgen in Berlin: Außenminister Wadephul beantwortet die Fragen der Hauptstadtjournalisten vor Abflug in Berlin.
Wadephul reiste dabei mit der größten Maschine in der Flotte der Regierungsflieger nach New York: dem Airbus A350. Er hat eine luxuriöse Ausstattung, die erheblich von normalen Flugzeugen abweicht. Nur Mitarbeiter und ein Tross an Hauptstadtjournalisten durften mit an Bord. Bei der Lufthansa hätte das Flugzeug eine Kapazität von 293 Sitzplätzen.

Rund acht Stunden später steigt Wadephul am Flughafen JFK die Treppe herunter.
Doch bei diesem Termin sollte es in dieser Woche nicht bleiben: „Der Außenminister wird die Woche zudem dafür nutzen, sich mit möglichst vielen Vertreterinnen und Vertretern der 193 UN-Mitgliedstaaten auszutauschen, um globale Partnerschaften zu vertiefen und auszubauen“, sagt Giese. Zusätzlich werde der Außenminister an einem Treffen für Vertreterinnen und Vertreter kleiner Inselentwicklungsstaaten teilnehmen. „Themen sind der Klimawandel sowie die Entwicklungs- und Klimafinanzierung.“

Vom Flieger ging es für Wadephul am Montag direkt zur UN.
Nach der UN-Debatte am Dienstag und weiteren bilateralen Gesprächen endete der New-York-Aufenthalt jedoch für den Außenminister und seine Begleiter.

Reem Alabali Radovan (SPD) durfte den Außenminister begleiten. Er versteht sich mit seiner Kollegin gut, wie aus den Fotos hervorgeht.

Zu Beginn der Woche stand eine kurze Rede bei der UN an, ehe es wieder zurück nach Berlin ging.
Denn Wadephul kehrte nach Berlin zurück. Wichtiger Termin am Mittwoch: Generaldebatte zum Haushalt 2026 im Deutschen Bundestag.

Kurzer Plausch zwischen New York und Berlin: Wadephul kam extra für die Haushaltsdebatte angeflogen. Danach ging es wieder zum Flughafen.
Es sollte jedoch nur ein kurzer Auftritt des Ministers sein, denn danach „wird der Minister wiederum nach New York reisen, wo er am Abend an einem informellen Abendessen auf Einladung des amerikanischen Außenministers teilnehmen wird“, kündigte sein Sprecher an. Und tatsächlich flog der CDU-Politiker am Mittwoch mit einem kleinen Regierungsflieger des Typs Global 6000 erneut über den großen Teich.

War das die teuerste Rede im Bundestag? Wadephul unterbrach dafür seinen Aufenthalt in New York City und flog mit dem Regierungsflieger schnell hin und her.
Das kostet die Wadephul-Woche den Steuerzahler
Für den Privatjet-Marathon kann der Steuerzahler geschätzt rund eine Million Euro berappen. Ein Großflugzeug wie der Airbus A350 in VIP-Ausstattung kostet rund 30.000 Euro – pro Flugstunde. Für die Reise Köln – Berlin – New York JFK – Parken des Flugzeugs auf einem weiteren Flughafen (genau so geschehen) – New York JFK – Berlin – New York JFK – Parken des Flugzeugs auf einem weiteren Flughafen – New York JFK – Berlin rechnet NIUS mit etwa 36 Flugstunden. Günstiger ist die Reise mit dem Privatjet des Typs Global 6000, welche pro Flugstunde „nur“ 15.000 Euro kostet.
So kostete der Regierungsflieger des Außenministers für die erste Wochenhälfte etwa:
18 Flugstunden à 30.000 Euro = 540.000 Euro.
Für die Reise mit dem zweiten, kleineren Flieger kann der Steuerzahler mit folgenden Kosten rechnen:
18 Flugstunden à 15.000 Euro = 270.000 Euro.
Hinzu kommen typischerweise Flughafengebühren, Crew-Spesen, Abfertigung des Flugzeugs vor Ort, Übernachtungsgebühren der Besatzung und für die Delegation, etc. – was problemlos die Marke von einer Million Euro Gesamtkosten durchbrechen lässt.
Zum Vergleich: Für ihren Besuch in Washington nutzte Katharina Reiche eine Linienmaschine, was die Gesamtkosten der Reise nur für die Ministerin (Flug + Hotel) auf etwa 12.000 Euro begrenzte. Wäre da nicht noch die Stylistin, welche ebenfalls vom Steuerzahler-Geld mitflog.
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Philippe Fischer
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