Silvester in Berlin: Kugelbomben, Polen-Böller und 4300 Polizisten im Einsatz
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Die Silvesternacht 2025/26 ist noch nicht da, die Berliner Polizei hingegen schon. Denn bereits im Vorfeld bemüht sich die deutsche Hauptstadt um Deeskalation an der Pyrofront.
Bei „Besuchen“ der Beamten in der sogenannten „Pyro-Szene“ wurden bereits rund 150.000 pyrotechnische Gegenstände beschlagnahmt. Darunter rund 108.000-mal die Kategorie F4, dazu gehören unter anderem Kugelbomben, die schwerste Verletzungen oder sogar den Tod verursachen können. Selbst bei Minderjährigen wurden in Berlin Kugelbomben gefunden. „Pyroexzesse ohne Empathie“ – insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, so lautet nur eine Einschätzung aus Berliner Sicherheitskreisen.

Mit präventiven Freiheitsentziehungen, sprich Festnahmen, will die Polizei unmittelbar bevorstehende Gefahren oder Straftaten verhindern. Dabei gibt es aber viele juristische Hürden zu überwinden.
Berlin stellt sich auf die schlimmste Silvesternacht ein
Erneut rechnen Polizei und Feuerwehr in Berlin mit Angriffen auf ihre Einsatzkräfte. Oftmals kamen die Attacken in den letzten Jahren verstärkt aus dem jugendlichen, migrantischen Milieu. Zudem werden Raketen absichtlich in Richtung Balkone geschossen. Folge: Wohnungsbrände. Auch Autos brennen immer wieder. Es gibt aber weit mehr Gründe für das starke Polizeiaufgebot. Pyro- und Waffenverbotszonen, dazu gehören auch Messer, wird es in den Berliner Stadtteilen Mitte, Neukölln, Kreuzberg und Schöneberg geben. Zum Einsatzgebiet gehören auch zwei große Partys zwischen der Siegessäule und dem Brandenburger Tor.

Die Polizei musste im vergangenen Jahr an zahlreichen Orten ausrücken.
ZDF feiert in Hamburg – Berlin präsentiert hastig Ersatz
Nachdem die traditionelle ZDF-Silvesterparty von Berlin nach Hamburg verlegt wurde, kam der Berliner Senat unter dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) öffentlich in Bedrängnis und musste neue Ideen präsentieren. Kurzfristig finden nun zwei große Partys im Zentrum statt. Am Großen Stern gibt es den längsten Dancefloor mit DJs und am Brandenburger Tor eine Party des Berliner Senats mit Feuerwerk.
Nicht nur die beiden Großveranstaltungen verlangen nach vielen Einsatzkräften. Vor allem die unzähligen privaten Partys, oftmals in Kombination mit heftigen Auseinandersetzungen, wie Schlägereien unter Alkoholeinfluss und schlimmen Gewalttaten, führen jährlich bei Polizei, Feuerwehr und anderen Rettungskräften zum Ausnahmezustand. Die Berliner Krankenhäuser werden wohl auch in der Silvesternacht 2025/26 erneut an ihre Grenzen stoßen.

In Berlin bereitet sich die Polizei auf die Silvesternacht vor und ist bereits in der Sonnenallee in Berlin-Neukölln unterwegs.
Berliner decken sich mit Pyrotechnik ein
Vor Supermärkten und weiteren Geschäften, die Pyrotechnik verkaufen, stehen die Menschen teilweise sogar nachts stundenlang vorab Schlange, um 500, 1.500 oder sogar eine fünfstellige Euro-Summe zu verballern. Die Verkäufe steigen erheblich, sagen viele Händler. Als Grund nennen sie auch ein eventuelles Verbot für privates Feuerwerk.
Ob die seit September laufenden Behörden-Vorbereitungen auf die Berliner Silvesternacht auch funktionieren, das wissen wir am 1. Januar 2026.
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