Thorsten Alsleben (Geschäftsführer INSM): „Wir haben eine falsche ideologische Ausrichtung in der Wirtschaftspolitik“
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Die Lage der deutschen Wirtschaft ist düster, der Ausblick ernüchternd, sagt Thorsten Alsleben (CDU), Geschäftsführer der Denkfabrik „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM) bei „Schuler! Fragen, was ist“. Der Grund: „Es war eine falsche ideologische Ausrichtung in der Wirtschaftspolitik. Rot und Grün haben nun mal ein anderes Gesellschafts- und Wirtschaftsbild.“

Robert Habeck und Olaf Scholz in der wöchentlichen Kabinettssitzung.
Für Alsleben geht die Wirtschaftspolitik der jetzt zerbrochenen Ampel grundsätzlich und strukturell in die falsche Richtung: „Grün will eine Transformation zur Klimaneutralität erzwingen, und zwar koste es, was es wolle. Rot will Sozialausgleich anbieten, der so teuer ist, dass er kaum noch bezahlbar ist. Und in dieser Kombination ist es natürlich fatal für die deutsche Wirtschaft und am Ende für die Bürger insgesamt.“
„Dramatisch schädlich fürs Land“
Die Stimmung sei besser als die Lage, sagt Alsleben. „Jeden Tag werden Standortentscheidungen gegen Deutschland getroffen, und eigentlich bräuchten wir eine riesige Agenda-Rede wie damals von Gerhard Schröder, jetzt von Olaf Scholz. Stattdessen haben wir Hängen, Würgen und ein bisschen Schönreden.“ Sein Ampel-Fazit: „Es gab strukturelle Probleme schon vorher, die von der GroKo nicht angepackt wurden oder falsch angepackt wurden. Und die Ampel hat das in schwierigem Umfeld noch deutlich verschlechtert.“

Thorsten Alsleben im Gespräch mit Ralf Schuler.
Als ehemaliger Journalist hat Alsleben auch ein markantes Bild für diese Art der Politik: „Anstatt umzudrehen, hat die Ampel sozusagen das auf den Abhang zu rasende Auto noch mal mit dem Gaspedal beschleunigt. Und das ist in der Gesamtkonstellation natürlich wirklich ja, ich will nicht sagen tödlich, aber dramatisch schädlich fürs Land.“
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Ralf Schuler
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