Auch Kinder dürfen dabei sein: Weimer fördert Drag-Schminkkurs mit „Loreley Rivers“
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Wolfram Weimer prämiert im Rahmen des Theaterpreises des Bundes Schauspielhäuser mit bis zu 200.000 Euro Steuergeld, die Drag-Schminkkurse auch für Kinder und Public Viewings zur Correctiv-Recherche veranstalten oder zu „Demos gegen Rechts“ aufrufen. Andere solidarisieren sich mit den „Radikalen Töchtern“ und führen öko-aktivistische Stücke über einen baldigen Klimatod auf.
Im Rahmen des Theaterpreis des Bundes prämiert Kulturstaatsminister Weimer neben dem Dresdner Festspielhaus Hellerau das Theater Oberhausen, das Stellwerk Weimar und den Lindenhof in Melchingen in Baden-Württemberg als „herausragende Theatereinrichtungen”. Den Hauptpreis über 200.000 Euro vergibt er an das Festspielhaus Hellerau, die anderen Theater erhalten jeweils 100.000 Euro Steuergelder.
Alle Preisträger positionieren sich links bis linksradikal. Besonders extrem aber ist das Theater Oberhausen. Von Drag-Schminkkursen, die sich auch an Kinder richten, über Public Viewings der mittlerweile widerlegten Correctiv-Recherche bis hin zu Stücken, die den NSU mit dem Silicon Valley zusammenbringen, fungiert das Theater geradezu als Erlebnisort des Linksradikalismus.
Drag-Schminkkurse auch für Kinder
Erst am 12. April bot das Oberhausener Theater einen Schminkkurs mit der Drag-Queen „Loreley Rivers“ an. Auf dem Veranstaltungsposter posiert der als Frau in sexuellem Lederoutfit verkleidete Mann mit schwarzem Band um den Hals: „Tauche ein in die Welt des Drag-Make-ups und lerne von Profi Loreley Rivers“, heißt es dazu der Website des Theaters.
NIUS fragte beim Theater Oberhausen unter falschem Namen an, ob man bei einem etwaigen nächsten Kurs auch seinen Sohn mitbringen könne. Das Theater antwortete: „Grundsätzlich kannst Du natürlich auch immer Deinen Sohn mitnehmen. (Es sei denn, er ist noch sehr, sehr klein, dann müsste man gucken, aber sonst spricht nichts dagegen).“
Als Trost dafür, dass man in dieser Spielzeit keinen weiteren Drag-Schminkkurs geplant hat, gibt man dem vermeintlichen Vater und seinem Sohn den Tipp, „gerne mal“ beim diesjährigen CSD in Oberhausen „vorbeizuschauen“. Es wäre der erste überhaupt in der Stadt und es könnte sein, „dass es da solche oder ähnliche Angebote gibt“.

Das Oberhausener Theater bewirbt den Drag-Schminkkurs mit „Loreley River“.
Public Viewing des Correctiv-Theaterstücks
Zuvor veranstaltete das Theater im Januar 2024 ein Public Viewing des Correctiv-Theaterstücks, das das Medienhaus nach seiner im Kern unwahren Potsdam-Geschichte am Berliner Ensemble am 17. Januar ur-aufführte. Über 40 Theater in ganz Deutschland hatten damals die Aufführung live gestreamt – darunter auch das Theater Oberhausen.
Geradezu verrückt wirkt ein aktuelles Stück des Theaters mit dem Titel „Einzeltäter Everywhere“. Darin zieht man eine direkte Verbindung vom rechtsterroristischen NSU bis zum Silicon Valley. Egal ob „deutsche Provinz“ oder „Silicon Valley“, überall werde man die „Strukturen rechter Netzwerke“ „durchleuchten“, bewirbt man die Aufführung.
Solche Stücke haben wohl einen banalen Hintergrund. Die Mitarbeiter des Theaters, das laut Oberhausener Haushalt allein letztes Jahr über 11,5 Millionen Euro Steuermittel erhielt und aus dem Sondervermögen der Kommune finanziert wird, schlossen sich letztes Jahr öffentlichkeitswirksam dem Bündnis „Kunstschaffende gegen Rechts“ an. Hierbei riefen sie auch zu einer entsprechenden Demonstration „gegen Rechts“ auf.

Das weit links stehende Theater Oberhausen erhält jährlich über 11 Millionen Euro Steuergelder.
Solidarität mit „Radikalen Töchtern“
Auch Weimers Hauptpreisträger – das Dresdner Festspielhaus Hellerau – das der Kulturstaatsminister mit 200.000 Euro Steuergeldern prämiert – rief jüngst zur „Solidarität“ mit den „Radikalen Töchtern“ auf. Die linke NGO hatte kürzlich ihre Fördergelder gestrichen bekommen, weil sie Kanzler Friedrich Merz aufgrund seiner Aussage, dass wir in Deutschland „Probleme im Stadtbild“ haben, mit Joseph Goebbels verglichen hatte. Das Festspielhaus Hellerau forderte die „Wiederaufnahme der Förderung“ der „Radikalen Töchter“ durch CSU-Innenminister Alexander Dobrindt.
Das Theater erhält laut dem Haushaltsplan der Stadt Dresden allein dieses Jahr etwa 5,1 Millionen Euro Steuergelder. Mit über 14 Millionen Euro förderten der sächsische Freistaat und die Stadt Dresden zudem den 2021 gestarteten Ausbau des Gesamtareals des Festspielhauses.

Das Areal des Dresdner Festspielhaus in der Gartenstadt Hellerau wird gerade renoviert.
Stück über einen baldigen Klimatod mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Das mit 100.000 Euro von Weimer prämierte Theater Lindenhof im baden-württembergischen Melchingen auf der Schwäbischen Alb führte 2024 ein Theaterstück auf, das als „Monolog einer Klimaaktivistin“ beworben wurde und den Titel „Wer lange wartet, stirbt“ trug. Das Stück organisierte die grüne NGO BUND in Kooperation mit der linken-nahen Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Die Schauspielerin des Stücks sieht aus wie, als wäre sie der linksradikalen Ökoaskvistiin, Ex-Linken-Europaabgeordneten und Schleuserin Carola Rackete nachempfunden. Die Organisatoren und ein Bewerbungstext, in dem davon die Rede ist, dass es „uns schwer“ falle, „unsere Lebensgewohnheiten zu ändern“, legen nahe, dass es sich um keine ironisch-gebrochene, sondern aktivistische Darbietung handelte. Dieses Jahr erhält das Theater laut baden-württembergischen Haushaltsplan etwa eine Millionen Euro Steuergelder.

Das Theater Lindehof in Melchingen führt mit linken NGOs Stücke über „Klimaaktivsten“ auf.
„Black Lives Matter“-Aktivismus
Das von Weimer mit 100.000 Euro prämierte Stellwerk in Weimar beteiligte sich 2020 an der linken „Black Lives Matter“-Bewegung. In Anbetracht des bei einer Festnahme verstorbenen amerikanischen Drogensüchtigen George Floyd schrieb das Theater, dass auch in Deutschland Menschen „täglich Rassismus erleben“ würden. Die Stadt Weimar und die Thüringer Staatskanzlei fördern das Theater dieses Jahr mit etwa 228.000 Euro Steuergeldern, wie sie gegenüber NIUS erklärten.

Um in das Stellwerk-Theater in Weimar zu gelangen, muss man in den Keller gehen.
Die Preisverleihung fand am 17. April im Haus der Berliner Festspiele statt. Wolfram Weimer war selbst vor Ort.
NIUS fragte bei Kulturstaatsminister Weimer, warum er ausschließlich politische und dazu ausschließlich politisch linke bis linksradikal positionierte Theater mit dem Theaterpreis des Bundes prämierte. Zudem fragte NIUS, wie er zu Drag-Veranstaltungen auch für Kinder stünde – und falls er sie ablehne, warum er sie dann prämiert.

Wolfram Weimer posiert auf der Preisverleihung des Theaterpreises des Bundes.
Schließlich fragte NIUS Wolfram Weimer, welche Gesellschaft ein Preis abbilden soll, der ausschließlich an linke und linksradikale Institutionen geht. Weimer erklärte bloß, die Entscheidung treffe eine „unabhängige Fachjury“.
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