Richter Thorsten Schleif über den hohen Ausländeranteil bei Gewaltdelikten: „Ich wüsste nicht, warum man eine Zahl, die da ist, nicht besprechen sollte“
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Ralf SchulerEr ist der Richter Klartext der deutschen Justiz und hat mit Büchern wie „Urteil: ungerecht“ oder „Wo unsere Justiz versagt“ für Schlagzeilen gesorgt. Strafrichter Thorsten Schleif erklärt bei „Schuler! Fragen, was ist“, wie politisch die deutsche Justiz ist, warum milde Urteile karrierefördernd sind und warum Sprechverbote über Migranten-Kriminalität nicht weiterhelfen.
Das ganze Interview finden Sie hier:
„Die Justiz drückt bei Migranten kein Auge zu“, sagt Schleif im Gespräch und verweist auf hohe „Verurteilungsquoten, die bestätigen, was der Kriminalpsychologe Frank Urbaniok im Interview bei Schuler! Fragen, was ist sagt. Ich habe die Folge gesehen. Ich kann das nur unterstreichen. Also er hat ja viel mit der polizeilichen Kriminalstatistik argumentiert. Wenn wir uns zum Beispiel die Statistik der Strafverfolgung ansehen, spiegelt das bildlich genau das wider. Zum Vergleich: 2014 hatten wir einen deutschen Anteil an Verurteilungen von etwa 74 Prozent. 2024 ist er gesunken auf 59 Prozent. Das heißt also, der Ausländeranteil ist entsprechend gestiegen auf 41 Prozent.“

Thorsten Schleif im Gespräch mit Ralf Schuler
„Migranten sind also deutlich überrepräsentiert … da muss man offen darüber sprechen“
Schleif, Strafrichter am Amtsgericht Dinslaken, kann in der Praxis bestätigen, was die Statistiken zeigen: „Ja, es gibt ganz bestimmte Delikte, da hat man eine Überrepräsentation. Zum Beispiel Bandendiebstahl, schwerer Bandendiebstahl, da ist die Verurteilungsquote, was Ausländer angeht, über 80 Prozent. Und auch bei Gewaltdelikten, zum Beispiel Totschlag, zum Beispiel Mord haben wir eine Quote von deutlich über 40 Prozent. Wenn man den Ausländeranteil zugrundelegt, müssten wir bei 16 Prozent liegen. Migranten sind also deutlich überrepräsentiert. Ich finde, auch da muss man offen darüber sprechen. Ich wüsste nicht, warum man eine Zahl, die Realität ist, nicht besprechen sollte.“
Weicht der Rechtsstaat vor dem Problem zurück? Ist der Rechtsstaat zu milde? Ja, der Rechtsstaat weicht vor allem im Alltag zurück, sagt Schleif, der grundsätzlich kein Freund von diplomatischen Wortspielen und Fakten unter dem Teppich ist: „Der Rechtsstaat weicht in dem Moment zurück, wo ich No-Go-Areas toleriere, wo ich toleriere, dass islamische Friedensrichter tätig werden usw. Das Zurückweichen des Rechtsstaats ist da.“ Vor Gericht werden Ausländer nicht anders behandelt, sagt Schleif. „Das kann man nicht sagen.“
Das ganze Interview mit Thorsten Schleif können Sie hier anschauen.
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Ralf Schuler
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