Nachrichten waren gestern: Warum ZDF heute die Speerspitze linker Ideologie ist
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In nachrichtlichen Formaten wie „ZDF heute“ werden Tatsachen nicht ohne politische Haltung präsentiert. Das ist nicht nur unjournalistisch, sondern hat entscheidend dazu beigetragen, die Bundesrepublik in jene links-woke Schieflage zu bringen, in der sie sich heute befindet.
Nachrichten finden im ZDF im Format „heute“ statt. Mit diesem Namen ist der Anspruch verbunden, tagesaktuell zu berichten – also über Ereignisse von heute. Am vergangenen Samstag berichtete das ZDF allerdings über Geschehnisse, die bereits 19 Tage zurücklagen. Anlass war der Parteitag der AfD in Sachsen-Anhalt, über den die 19-Uhr-Nachrichten eigentlich hätten informieren müssen.
Stattdessen erzählte das ZDF eine konstruierte Geschichte, wonach Bürger mit Migrationshintergrund im Falle einer AfD-Regierung Gefahren ausgesetzt seien. Um dies zu verdeutlichen, schnitt der Sender 19 Tage altes Aufnahmematerial eines migrantischen Sommerfests, in dem Teilnehmer ihre Sorgen vor der AfD schildern, in die Abendnachrichten hinein – und ließ dabei den Eindruck entstehen, Parteitag und Sommerfest stünden in einem unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang.
Das Sommerfest des migrantischen Dachverbands LAMSA wird im Rahmen von „Demokratie leben!“ seit vielen Jahren mit Steuergeldern gefördert. Ohne diese Förderung würde es in dieser Form vermutlich nicht stattfinden. Das ZDF entnahm sein veraltetes Material also obendrein einer gesellschaftlichen Sphäre, die maßgeblich staatlich gefördert wird. Der Sender wich damit in eine linke Parallelwelt aus, anstatt die reale Welt abzubilden. Nachrichten waren gestern.
„Rechtliche Schritte gegen ZDF wegen skandalöser Lügen“
In dieser linken Parallelwelt verbreitete das ZDF jüngst eine grobe Falschbehauptung, deren weitere Verbreitung ihm untersagt wurde. In Belfast hatte ein schwarzer Migrant einen weißen, behinderten Mann beinahe enthauptet. Nur das beherzte Eingreifen von Passanten verhinderte Schlimmeres. Ein „rassistischer Mob“ habe daraufhin „Jagd auf Migranten“ gemacht, hieß es bei „ZDF heute live“. „Dazu aufgerufen hatte (…) Elon Musk“, behauptete der Sender weiter.
Elon Musk kommentierte auf X: „Rechtliche Schritte werden gegen ZDF wegen ihrer skandalösen Lügen eingeleitet.“ Auf Betreiben des Rechtsanwalts Joachim Steinhöfel gab das ZDF eine Unterlassungserklärung ab.

Screenshot: X.
Nur wenige Wochen zuvor war das ZDF mit einem KI-Fake aufgefallen, das Beamte der US-Abschiebebehörde ICE dabei zeigte, wie sie ein Kind wegführten.
Warum unterlaufen dem ZDF so häufig derart schwerwiegende Fehler?

Wenn Haltungsjournalismus in Fake-News umschlägt.
Haltung gegen „Ismen“
Der Grund liegt in einem Konzept namens Haltungsjournalismus, das die Trennung zwischen Nachricht und Meinung aufhebt. Seit den 2000er-Jahren hat sich diese Vorstellung von Journalismus bis an die Spitze des Nachrichtenbetriebs vorgearbeitet. 2018 ermunterte der damals noch immens einflussreiche ARD-„Journalist“ Georg Restle im Fachmagazin „journalist“ seinen Berufsstand dazu, der Haltung gegenüber den Fakten den Vorrang zu geben: „Ganz grundsätzlich glaube ich, dass Journalisten überhaupt wieder über einen werteorientierten Journalismus nachdenken sollten – statt permanent nur abbilden zu wollen, ‚was ist‘.“
Dunja Hayali, die sich selbst öffentlich als Haltungsjournalistin bezeichnet, stieg 2010 zur ZDF-Anchorwoman auf und erreichte 2023 mit der Moderation des „heute journals“ die prestigeträchtigste Nachrichtenposition ihrer Laufbahn. Auf die Frage, weshalb sie sich als Haltungsjournalistin bezeichne, antwortet Hayali, sie habe den Begriff vom politischen Gegner übernommen, „um die Deutungshoheit über den Begriff zu erlangen“. In ihren Worten: „Ich finde, die Haltung, die ich habe, ist nichts Besonderes. Sollte nicht jeder klar denkende Mensch gegen Menschenfeinde sein, gegen Rassismus, Diskriminierung, Islamfeindlichkeit, Queerfeindlichkeit, Antisemitismus, Islamismus, gegen all diese Ismen?“
Haltung gegen diese Feindlichkeiten zu zeigen, sei für sie das „kleine Einmaleins der früheren Messdienerin, ergänzt durch das Grundgesetz. Mein Antrieb hat sicher auch etwas mit der eigenen Rassismuserfahrung zu tun, die ich insbesondere seit meiner Arbeit beim ZDF zu spüren bekomme.“
Niemand erwartet von einer Nachrichtenjournalistin, dass sie gegenüber Rassismus, Antisemitismus oder Menschenfeindlichkeit persönlich neutral ist. Erwartet wird lediglich, dass Journalisten in den deutschen Abendnachrichten bundesweit relevante Tatsachen berichten und ihre eigene Bewertung davon trennen. Hayali hingegen behandelt bereits die reine Berichterstattung wie eine Zumutung, als bedeute eine wertfreie Darstellung von Geschehnissen, diese zugleich gutzuheißen. Ihr Verständnis von Haltung besteht deshalb gerade darin, die Trennung von Nachricht und Meinung nicht vorzunehmen. Diese fehlende Trennung bestimmt alles Weitere: Nachrichten werden durch Haltung überformt und damit in ihrer Substanz verunreinigt.
Nachrichtenwert: null
So kommt es, dass Dunja Hayali politische Botschaften mit Nachrichten verwechselt. Im „heute journal“ vom 13. Juli bewirbt sie einen politischen Film, der vorgibt, die sexistische Vergangenheit auch des ZDF aufzuarbeiten. Dazu werden fünf prominente Frauen gezeigt. Hayali sagt: „Was haben diese fünf Personen allesamt gemein? Sie sind Frauen und sie sind alle in den 90er Jahren auf dem Bildschirm zu sehen gewesen. In einer Zeit also, wo es nicht um Sichtbarkeit von Frauen, sondern vor allem um Sexualisierung ging. Sie waren Angrapsch-Objekte, Ziel von Pointen und neben den dominierenden Männern eher Begleitmusik, auch im ZDF.“
Ein solcher Programmhinweis auf einen politischen Film ist kein Tagesereignis, nichts, was „heute“ passiert wäre. Hayali bringt damit nur ihre Meinung zum Ausdruck, eine Haltung, die Pauline Voss mit Fug und Recht als Mischung aus „Geschichtsfälschung und Frauenfeindlichkeit“ bezeichnet hat. Nachrichtenwert: null.
Es ist nur konsequent: Ein „Nachrichtenjournalismus“, der darauf besteht, Tatsachen aus einer bestimmten Haltung heraus zu vermitteln, wird zwangsläufig dazu übergehen, politische Botschaften mit Nachrichten zu verwechseln. Dass dieses Konzept die Nachrichten von „ZDF heute“ grundsätzlich leitet und der deutschen Öffentlichkeit seit bald zwei Jahrzehnten zur besten Sendezeit vermittelt wird, erklärt sehr gut, weshalb die Bundesrepublik in eine derart links-woke Schieflage geraten ist.
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