Alte weiße Menschen vs. junge arabische Migranten: Die demografische Bombe auf unseren Straßen
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Es waren bemerkenswerte Bilder: 100.000 Menschen, aus verschiedenen politischen Lagern, brachten am Sonntag in Paris ihre Solidarität mit Israel zum Ausdruck. „Nous marchons contre l’antisemitisme“ stand auf Bannern.
100.000 Menschen waren zur größten pro-israelischen Demonstration in Europa gekommen, darunter auch Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy und Francois Hollande, aber auch die Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen. Wer – neben der Linken von NUPES/La France Insoumise – der Demo ferngeblieben war: Präsident Emmanuel Macron.
Ein Vorgeschmack auf grundsätzliche gesellschaftliche Veränderungen
Die Bilder der pro-israelischen Demonstration aus Paris sind aber auch aus einem zweiten Grund bemerkenswert, denn sie machen ein Publikum sichtbar, das auffallend alt, weiß und (vorwiegend) männlich ist. Und das damit in krassem Kontrast steht zu dem pro-palästinensischen Demogeschehen vom vergangenen Wochenende aus Berlin und London. Dort dominierten junge migrantische Männer mit Jogginghosen und Kuffiya-Schals das Straßenbild.

Die Demonstration in Paris: weiß und alt
Dieser Kontrast zeigt auf beeindruckende Art und Weise, worüber noch niemanden sprechen will, was aber sehr bald die Debatten europäischer Länder prägen wird: eine demografische Bombe – und einhergehend damit die ethnische und soziokulturelle Zusammensetzung unserer Gesellschaft.
Das gesellschaftliche Zusammenleben, und damit das Land, wird sich, um die Grünenpolitikerin Katrin Göring-Eckardt zu zitieren, „verändern“. Die Israel- und Palästina-Demos sind ein Vorgeschmack dieser Änderung.
Simple Mathematik: deutscher Konsens stirbt aus
Denn diese Demonstrationen fangen ein, was bald unwiderrufbar real sein wird: Eine Israel-solidarische, großteils autochthone Nachkriegs- und Boomergeneration wird in den nächsten Jahrzehnten aussterben. Die deutlich jüngere migrantische Nachfolgegeneration hingegen steht auf der Seite Palästinas – und sieht es gar nicht ein, in „Israelsolidarität“ Staatsräson oder gar historische Verantwortung zu sehen.
Der deutsche Nachkriegskonsens wird schon bald zur Debatte stehen. Diese dafür ursächliche demografische Veränderung vollzieht sich real vor unseren Augen. Sie verwandelt etwa deutsche Innenstädte, die heute in manchen Teilen Westdeutschlands mehr an Islamabad und Bagdad erinnern als an deutsche Fußgängerzonen.
Und sie ist keine Raketenwissenschaft, sondern relativ simple Mathematik, die zum Nachdenken anregen sollte:
Die durchschnittliche deutsche Frau bekommt 1,52 Kinder pro Person, die durchschnittliche Afghanin mehr als doppelt so viele (3,45), die Syrerin fast dreimal so viel (4,21). In afrikanischen Ländern wie Niger, Somalia oder Mali steigt die Fertilitätsrate auf bis zu 7. Daraus folgt: Nicht nur die Netto-Einwanderung, die innerhalb der letzten acht Jahre, Millionen Menschen Teil dieses Landes hat werden lassen, verändert die Gesellschaft; sondern auch die Tatsache, dass die Nachfolge-Generationen dieser Einwanderer ein Vielfaches an Kindern bekommen werden als deutsche Eltern im gleichen Zeitraum.

Demonstranten in Essen
Schon jetzt vollzieht sich diese zahlenmäßige Entwicklung auf beeindruckende Art und Weise: Ende 2014 lebten 8,4 Millionen Ausländer in Deutschland. 2022, also acht Jahre später, waren es bereits 12,8. Innerhalb weniger als eines Jahrzehntes stieg der Ausländeranteil um mehr als 50 Prozent. Die Menschen, die hinzukamen, waren dabei keine Polen, Slowaken, Portugiesen oder Finnen, sondern Menschen aus den dysfunktionalsten Gesellschaften der Welt.
Die Zahl der deutschen Bevölkerung verringerte sich im selben Zeitraum um 1,3 Millionen Menschen, wobei das nur am Rande einfängt, wie sehr sich die Zahl anteilmäßig verkleinert haben dürfte – und weiter verkleinern wird. Deutsche werden qua Einwanderung und Geburtenrate zur Minderheit im eigenen Land.
Ein „Wir“ gibt es in diesem Sinne nicht
Dabei muss auch konstatiert werden, dass zeitgleich zu dieser demografischen Entwicklung Integration scheitert. Die Menschen, die aus Libanon, Türkei und den palästinensischen Gebieten in den 1970er und 1980er-Jahren nach Deutschland kamen, haben nicht etwa eine deutsche Leitkultur verinnerlicht, sondern leben auf die Art und Weise, wie es in ihrer Familie vorgelebt wurde. Ihre Loyalität gilt dieser Familie, den Ahnen, den Glaubensbrüdern, der Glaubensgemeinschaft – und nicht Israel. Ihnen steht die Nakba näher als ein Holocaust, sie essen wie es ihre Bräuche verlangen, sie behalten ihre Religion und Religionspraxis, ihre Kleidung, ihre Sprache – und das einzige, was an ihnen deutsch wird, ist in vielen Fällen die Staatsbürgerschaft.

In Berlin zeigt sich eine gänzlich andere Demografie als etwa bei pro-israelischen Demos in Paris.
Das Thema der Israelsolidarität ist das vielleicht greifbarste, weil es zu vielen Menschen in der Mitte vorstößt, die plötzlich merken: Ein „Wir“ scheint es nicht mehr zu geben; das „vivre ensemble“, um eine französische Vokabel zu bemühen, ist eher ein Unserleben und ein Dererleben, die in manchen Bereichen so gut wie rein gar nichts gemein haben. Und was beim Nahostkonflikt beginnt, wird auch in vielen anderen Lebensbereichen spür- und sichtbar.
Sitten und Bräuche werden sich ändern
Es ist davon auszugehen, dass mit der demografischen Veränderung auch die Sitten und Bräuche großen Veränderungen unterliegen werden.
Konkret: Die Akzeptanz für Schwule und Lesben wird nicht steigen. Stattdessen wird die Sicherheit von Homo- und Transsexuellen leiden, wie zahlreiche Angriffe aus dem vergangenen Jahr, etwa in Herford, Berlin-Neuköllln, Münster oder Bremen zeigen. Rassismus, das bedeutet plötzlich auch Diskriminierung von Deutschen und Weißen, die etwa schon an Schulen sehr real sein ist.
Die Emanzipation von Frauen mag in Deutschland in den letzten Jahrzehnten vorangetrieben worden sein, doch plötzlich bemerken wir ein ganz anderes Familienverständnis, das einfordert, dass sich Mädchen im Kleinkindalter verhüllen müssen – und Ehepartner ausgesucht bekommen. In besonders tragischen Fällen könnten sie auch genitalbeschnitten werden, denn FGM, also female genital mutiliations, sind in Ländern wie Somalia, Eritrea, Guinea, Gambia oder Mali – also afrikanischen Ländern, aus denen relevante Zahlen von Flüchtlingen nach Deutschland kamen – eine Alltagspraxis, die bis zu 95 Prozent der heimischen weiblichen Bevölkerung betrifft.
Kinderehen, Ehrenmorde, Friedensrichter, man kann es durchdeklinieren, wie man will: Die Zahl kulturfremder Praktiken, die in vielerlei Hinsicht mit den hier gelebten Werten der Mehrheitsgesellschaft kollidieren, werden mehr und nicht weniger werden.
Pakistaner, Nigerianer und Iraker werden nach allem, was wir wissen, nicht Teil einer neuen deutschen Generation – wie auch? –, sondern Deutschland wird durch die tickende demografische Bombe Pakistan, Nigeria und Irak immer ähnlicher.

Mit Einwanderung kommen andere Praktiken und Weltbilder nach Deutschland – der Nahostkonflikt ist ein Vorgeschmack davon.
Damit einhergehend wird die Politik sich verändern müssen: Entweder, indem sie diesem Überfremdungsprozess Einhalt gebietet, oder indem sie sich den Forderungen neuer Staatsbürger beugt.
Der politische Kniefall vor gesellschaftlichem Sprengstoff
Vorboten dieses politischen Kniefalls vor der Demografie sehen wir im Ausland: Als die Jeremy Corbyns Labour-Partei, nicht gerade als Hort der Israelsolidarität bekannt, den Angriff der Hamas vom 7. Oktober verurteilte, wendeten sich Tausende Wähler mit muslimischen Wurzeln ab – und gründeten kurzerhand eine Party of Islam. In den Niederlanden schlossen sich kürzlich Sozialdemokraten mit Anhängern von Samidoun zusammen, also der Organisation, die hier gerade verboten wurde. Und auch in Deutschland dämmert einem, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis sich SPD, Grüne und Linke muslimisch-migrantischen Wählern anbieten müssen, wenn sie relevant bleiben wollen.
Und damit schließt sich der Kreis zu Emmanuel Macron und dessen Fernbleiben von der Antisemitismus-Demonstration.
Macron ist lange genug im Politikgeschäft und kennt sein Land gut genug, um zu wissen: Eine offen zur Schau gestellte Solidarität mit Israel hat in Frankreich das Zeug für gesellschaftlichen Sprengstoff.
Als der 17-jährige Nahel im Juli durch Schüsse von der Polizei getötet wurde, eskalierte die Gewalt in Nanterre und anderen Vororten. Junge Migranten beschmierten dort auch Holocaust-Denkmäler mit antisemitischen Parolen. Hätte sich der französische Präsident Macron jetzt auf die Seite Israels geschlagen: Womöglich wären die Banlieus wieder tagelang außer Rand und Band. Und in diesem Sinne ist die Entscheidung Macrons eine Art vorauseilende Konzession an die Wirkmacht eine Migrantengeneration, die – auch hier zeigt sich ein fundamentaler Unterschied zur einheimischen Bevölkerung – ein anderes Verhältnis zur Gewalt hat.

Macrons Absage für die israelsolidarische Demonstration folgt einem logischen Kalkül.
In diesem Sinne folgt Macrons Entscheidung, sich bei dem Konflikt auf keine der beiden Seiten zu schlagen, einer traurigen Erkenntnis, die auch wir realisieren müssen: Wir sind nicht mehr – und wir werden immer weniger. Ob wir das wollen oder nicht.
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