Atom-Murks, Kohle-Wahnsinn, Migrationskatastrophe: Alles, was die Grünen je wollten, ist historisch gescheitert
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Grüner wird’s nicht! Der Spruch, den man träumenden Autofahrern an der Ampel gern durch die eigene Windschutzscheibe zurufen würde, beschreibt auch die politische Erfolgskurve der Grünen. Und damit ist noch nicht mal gemeint, dass die Hessen-CDU die Grünen nach zehn Jahren Koalition in die Wüste schickt. Was wir in diesen Tagen erleben, ist das stille Scheitern der Grünen Idee in all ihren Kerngedanken.
Der Ausstieg aus der Kernenergie war einer der Gründungsmythen der Grünen. Heute herrscht breitester gesellschaftlicher Konsens darüber, dass das Abschalten der letzten drei Atomkraftwerke in Deutschland ein Fehler war. Ein Fehler, der symbolhaft zeigt, dass der gesamte Denkansatz nicht funktioniert, auf Jahrzehnte im Voraus die Zukunft vorhersehen und planen zu wollen, unabhängig davon, welche Rahmenbedingungen dann am Ende herrschen.
Dass man diese Methode beim „Verbrenner-Aus“ (2035) oder der europäischen Klimaneutralität (2045) dann gleich nochmal anwendet, wird vor diesem Hintergrund nicht plausibler.
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Kohle-Ausstieg krachend gescheitert
Der Kohle-Ausstieg wurde ebenfalls von den Grünen massiv vorangetrieben und wird jetzt durch die Wiederinbetriebnahme von Kohlekraftwerken als Stromreserve krachend widerlegt. Dass die Grünen außerdem eigentlich noch aus der Energiegewinnung mittels Gas aussteigen wollten, gehört zu den Treppenwitzen der Energiegeschichte.
Bitter ist nur, wie höhnisch und herablassend bisher alle verlacht wurden, die die ganz schlichte Logik bemühten, dass man nicht aus allen fossilen Energiequellen aussteigen könne, ohne zu wissen, wo man einsteigen möchte und ob die Einstiegsenergien überhaupt funktionieren.
Und auch das jetzt beschlossene Paket zur Senkung des Industriestrompreises ist eine harte Korrektur des grünen Glaubenssatzes, mit Hilfe sich stetig verteuernder Energie lasse sich die Energiewende schaffen. Auch der stets als marktwirtschaftliches Instrument gepriesene Handel mit CO2-Zertifikaten läuft am Ende darauf hinaus, dass Energie stetig teurer wird. Die aktuelle Strompreisbremse führt vor Augen, dass dieses Konzept nur funktioniert, wenn Alternativen zum Ausweichen zur Verfügung stehen, und dass man in harten Zeiten auch den Zertifikatehandel aussetzen oder gegen-subventionieren muss, um keine Wirtschaftskraft zu verlieren.

Joschka Fischer war von 1998 bis 2005 deutscher Außenminister.
Von naiven Multikulti-Träumen und harter Migrationsrealität
Der Pazifismus der frühen Grünen ist bereits Anfang der 2000er Jahre im Kosovo-Krieg und unter Außenminister Joschka Fischer (Grüne) untergegangen. Naiver Mulikulturalismus von Grünen-Urgesteinen wie Kulturstaatsministerin Claudia Roth stirbt mit jedem Tag der andauernden Migrationskrise ein Stück mehr.
Auch wenn es bis zu grundlegender Einsicht, dass ungeregelte Migration für Gesellschaften ein Problem ist, noch ein weiter Weg sein wird, ist es immerhin bemerkenswert, dass im jüngsten Migrationspapier der Ministerpräsidentenkonferenz Asylprüfung im Ausland zumindest erwähnt wird. Bis vor kurzem wäre das in Gegenwart von Grünen noch völlig undenkbar gewesen.
Die Klima-Ideologie und ihre Denkfehler
Und auch das letzte verbliebene grüne Ur-Thema, der Klimaschutz, gerät mehr und mehr in Bedrängnis, weil Physik und Mathematik doch härtere Gegner sind, als viele Grüne geglaubt haben. Dass die Pariser Klimaziele noch zu halten sind, wird mehr und mehr bezweifelt, was nicht nur an der deutschen Kohle-Verstromung und dem Energie-Hunger der Volkswirtschaft liegt, sondern auch am steigenden Strombedarf von E-Autos und Wärmepumpen.
Unglücklich ist freilich, dass man das meiste von diesen Fehlentwicklungen seit langem vorhergesehen hat, gegen den Chor der Wohlmeinenden aber kaum ankam, die Wünschenswert mit Wirklichkeit verwechselten. Und auch die Tatsache, dass der Schaden erst eintreten muss, bevor die tonangebenden Idealisten ihre Denkfehler einsehen, stimmt nicht nur hoffnungsvoll für die Zukunft.
Sicher ist einstweilen nur eines: Die Zeche wird auch in Zukunft immer der Gleiche zahlen. Der einfache Bürger. Ist auch sonst keiner da.
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Ralf Schuler
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